4:30 mein Handy klingelt. „Hey bist du schon wach? Heute geht’s endlich zu den Niagara Fällen!“ So wurde ich am Freitag von Lena geweckt und auf gings mit dem Auto wieder mal zur Bahnstation Ronkonkoma in Richtung Manhatten. Nach einer Stunde und 20 Minuten Zugfahrt habe ich mich dann endlich mit Lena an der Penn Station in Manhatten getroffen und sind dann weiter nach China Town, da unser Bus, den wir im Internet gebucht hatten, von dort aus starten sollte. Von der Reiseleitung wurde uns noch extra gesagt: „Bitte 7:45 da sein, da wir um 8 Uhr losfahren möchten.“ Ja wie sah das ganze am Ende aus? Die deutschen waren pünktlich, nur der Rest der Welt nicht. Wir sind überwiegend mit Indern on Tour gewesen und die haben das mit der Pünktlichkeit kein bisschen genau genommen. Grundsätzlich 15 Minuten zu spät und keine Sorge weit und breit zu spüren, dass der Bus ohne die Inder losfahren könnte. NAJAAaa...abgesehen von meiner Reisegruppe, den versteckten Kosten und das man sich nach den Touren richten musste, war es eigentlich im Großen und Ganzen eine wirklich gute Tour. Also zu dem Punkt warum mir meine Reisegruppe bzw. die Inder unsympathisch waren:
- Immer wie die kleinen Kinder möglichst als erstes raus aus dem Bus, keine Rücksicht auf Verluste, sodass Lena und ich dann meist die Letzten waren, die den Bus verlassen hatten und man muss erwähnen, dass wir nicht nur die Letzten immer waren, wir waren auch immer die ersten am Bus, da alle anderen ja erstmal 15 Minuten später gekommen sind.
- Drängeln konnten die auch ganz gut: anstatt mich mal zu fragen, ob ich beseite gehe, damit die Dame ein Foto machen könne, wurde ich einfach beiseite geschoben.
- Und zu guter Letzt war ich total verwundert, als die Inder dann mit den Latschen von einer Besichtungstour ankamen und auch nicht mehr ausziehen wollten, also dachten die sich scheinbar: Lassen wir mal die Schuhe mitgehen.
Achja und 12$ pro Person kamen noch für den Busfahrer dazu, sodass ich am Ende (ich hatte mir sicherheitshalber 100$ extra mitgenommen, man weiß ja nie) nur noch acht Dollar übrig hatte vom ganzen Trip. Aber man muss ja auch Geld ausgeben, um was von Amerika sehen zu können, right?
Zu den Ausflügen und dem Aufenthalt an den Niagara Fällen: Lena und ich hatten uns gedacht, wir ziehen uns lieber ne Jogginghose an für die acht stündige Busfahrt, hatten aber keine Möglichkeit uns umzuziehen, da wir erst abends um halb 12 zum Hotel gefahren sind und nun sind wir auf allen Bildern in Jogginghose. Dank der Müllsäcke, die man bei den Wasserfalltouren bekommen hat, sieht man das zum Glück aber gar nicht so.
Nach dem Maid of Mist Trip sind wir dann bisschen im Souvenirshop rumgelaufen und danach gings dann zu dem "Niagara Movie". Darauf hatten wir eigentlich weniger Lust, aber da wir den Spaß ja bezahlt hatten, sind wir dann auch darein gegangen. Letztendlich war er nicht so schlecht, hat auch viel Quatsch erzählt, aber hatte doch einen schlechteren Film erwartet.
Dann sollte es noch Dinner beim Interationalen Restaurant geben. Das sollte natürlich heißen: Burger, Chinesisch oder Indisch. Also genau das richtige Programm für unsere Mitfahrer. Lena und ich haben uns letztendlich aber in einem anderen Laden ein einigermaßen gutes Sandwich geholt. Zu allerletzt an diesem Tag ging es dann zur "Ich-Klau-Mal-Die-Latschen-Tour". Wieder bekamen wir gelbe
Nach dieser letzten beeindruckenden Tour bei den Niagara Fällen, sind wir dann mit dem Bus nochmal eine Stunden Richtung Rochester gefahren, eine nächst größere Stadt in den USA und um halb 12 konnte ich dann im Plaza Hotel mich entspannt in mein großes, komfortables Bett legen. Also das wird wohl einer meiner besten Hotels in Amerika gewesen sein, da ich vorraussichtlich meist eher in Hostels übernachten werde. Naja zurück zur Tour. Uns stand dann nur sechs Stunden Schlaf bevor, da wir um 6:45 angeblich wieder unten abfahrtbereit stehen sollten. Letztendlich war aber nichts von Abfahrt, da unser Bus ein "accident" angeblich hatte.
Somit rückte unser Ziel New York noch weiter in die Ferne. Eine Tour zu den 1000 Islands stand noch auf dem Plan und dann die acht stündige Rückfahrt. Für mich hieß, um so länger wir warten mussten, desto weniger Schlaf blieb mir für meine Nacht von Sonntag auf Montag. Am Ende hatte aber alles doch noch ein gutes Ende und wir sind um neun Uhr, also doch nur zwei Stunden später als geplant, los gefahren und haben noch einen Halt gemacht für die Bootstour, wobei die mir eher unnötig erschien. War eigentlich nur gemütliches rumschippern mit Häusern auf kleinen Inseln betrachten, aber ganz okay. Nach der langen Rückfahrt nach Manhatten, angekommen sind wir um 9:15 in China Town, mussten Lena und ich dann noch mit dem Zug zurück nach Long Island. Ich war am Ende erst um 12 im Bett. Also ich hatte zwei sehr lange Tage und zwei kurze Nächte, mit viel Bus, viel Indien und den Niagara Fälle.
Liebe Grüße aus Sayville nach Deutschland!
Tina
(wird nochmal überarbeitet!!!)



