BLIZZARD sunday night in New York and Christmas



Sonntag morgen ging es ruhig los und kleine Schneeflocken kamen vom grauen Himmel. Also es erschien alles noch normal. Es war zwar angesagt, dass ein rießen Schneestorm Sonntag anstehen sollte, aber so recht hatte sich keiner Gedanken gemacht wie das dann tatsächlich werden sollte, als ich das Haus am frühen Nachmittag richtung Osten verlassen hatte. Zwar hatte sich mein Gastvater Sorgen gemacht, mich bei Schnee Autofahren zu lassen, aber das ich am Abend Schwierigkeiten wegen des Stormes haben sollte nach Hause zu kommen, daran hatte auch er nicht wirkich gedacht. Also hatten mich meine Gasteltern mit dem Zug 45 Minuten zu Lena fahren lassen. War auch wirklich nötig nach der Woche und dann dem zusätzlichen Wochenende mal wieder aus dem Haus richtig zu kommen. Ich seh das seit hier Ferien sind schon als kleines Gefängnis an. All mögliche Menschen verlassen dieses Haus für irgendwelche Erledigungen und ich bleibe immer mit irgendeinem Kind Zuhause.
Naja aber zurück zu Sonntag, meinem einzigen richtigen freien Tag in der letzten Woche. Als ich bei Lena ankam, hatte sie mich am Bahnhof abgeholt und wir beide sind in das nächst größere Einkaufszentrum gefahren zum Shoppen und abschalten. Als sich aber gegen halb 6 die Mall geleert hatte und an einem Laden sogar auf einem Schild zu lesen war "closed because of blizzard" wollten wir dann lieber zu Lena fahren. Draußen auf dem Weg zum Parkhaus wehte und schon ordenlich der Wind mit einer vollen Ladung Schnee ins Gesicht. Raus aus dem Parkhaus war das dann auch wirklich kein Spaß mehr auf den zugeschneiten Straßen. Und man sollte hier auch keinen Schneeschieber, geschweige sonstige Räumfahrzeuge erwarten. Auf einer der größten Straßen hier, drohten wir sogar fast stecken zu bleiben, als wir versucht hatten mit unserem einfachen kleinem Auto von der Beschleunigungsspur aus der Kurve auf den Highway zu gelangen. Auf den Straßen waren auch nur noch Jeeps und Geländewagen unterwegs, die uns einer nach dem anderen links und rechts überholt hatten. Meine Gasteltern hatten mir schon vorgeschlagen bei Lena zu übernachten und am nächsten Tag nach Hause zu kommen. Für meine Gasteltern war das kein Problem. Lena und ich hatte auf dem Weg von der Mall (Einkaufszentrum) beschlossen erstmal zu ihr nach Hause zu fahren, die Gasteltern zu fragen, ob es möglich wäre dort zu übernachten, auch wenn Lenas Gasteltern bisher es eher untersagt hatten, dass Lena Schlafbesuch haben könnte. Sonst wäre immerhin noch besser gewesen, dass uns der Gastvater mit dem Jeep fahren konnte. Also zu Lena nach Hause gerutscht und angekommen, war natürlich der Schnee schon so hoch, dass es fast unmöglich war auf die Auffahrt zu fahren. Dann wollten wir zunächst bei Wind und Schnee die Auffahrt freischaufeln und es dann nochmal versuchen, jedoch hatten wir zunächst nur eine Schaufel bis dann der Gastvater an uns schaufelnden Mädchen bei Wind und Wetter vorbeigelaufen war ohne ein Wort, ob er helfen könne oder wir etwas bräuchten. Ich dann direkt dem guten Herr hinterher nach der Schaufel gefragt und wieder zurück. Er selber ist zurück ins Haus und hat sich nich weiter interessiert. Immerhin kam dann doch noch die Gastmutter und hatte versucht das Auto auf die Auffahrt zu fahren, als der olle Vater dann aber gesehen hatte, dass die FRAUEN da wieder nichts auf die Reihe bekommen hatten, zumindest hat er es so dastehen lassen, hat er sich dann ins Auto gesetzt und den Schlitten geparkt. Nebenbei hat mich die Mutter angepöbelt wieso wir denn nicht direkt zum Bahnhof gefahren sind und ich ihr daraufhin dann eben erzählt hatte bzw. erwähnt hatte, ob es möglich wäre bei denen zu übernachten, aber das wurde einfach mal überhört bzw. ignoriert. Als dann die Eltern mich gefragt hatten, wann mein Zug fuhr, war mir klar, dass die wirklich keinen Besuch da behalten wollten. Ebenfalls unfreundlich wie ich ihn schon aus Lenas Erzählungen kenne, hatte er Lena anegmeckert, warum sie denn mit zum Bahnhof fahren wollte. So bin ich dann mit diesem Amerikaner wie aus dem Bilderbuche, allein zum Bahnhof gefahren. "You are german too? - Ääähh...yes- Yoooouuu germans, really..." und dazu dann noch Kopfgeschüttel vom Feinsten. Also für ein weiteres Gespräch war ich dann auch nicht mehr offen. Abgesetzt am Bahnhof ohne sich weiter zu vergewissern, ob überhaupt noch Züge fuhren, hatte dieser sympathische Mann mich dann da abgesetzt. Mit Eiskalten Händen hatte ich dann an den mittlerweile vom Schnee defekten Touchautomaten versucht ein Zugticket zu bekommen, war aber zwecklos. Über mir hatte ich dann glücklichweise den Zug einfahren hören, musste dann nochmal umsteigen. Leider! Also nochmal raus in den Sturm, draußen verzweifelt den blöden Zug gesucht, nachdem ich über eine Stunde zumindest in einer Wartehalle warten musste. Mein Gastvater hatte mich auch schon immer wieder nervös angerufen, wobei der sowieso immer übertreibt und wegen all möglichen Kleinigkeiten sich Sorgen macht (Alarm muss nachts immer gesetzt sein; ich könnte eines Tages schwanger nach Hause kommen, wenn ich männlichen Kontakt habe und und und...). Eigentlich wollte ich meinen Gasteltern keine Umstände machen und hatte vorgeschlagen einfach ein Taxi nach Hause zu nehmen, aber er bestand drauf mich selber abzuholen und mein Auto einfach am Bahnhof stehen zu lassen. Gut was soll ich da sagen? Ich hatte mich schon auf die nächste Ansprache im Auto eingestellt, aber mein Gastvater hat mich nur angegrinst, als er mich Schneezerwüstet gesehen hatte.
Letztendlich war ich aber sehr froh rausgekommen zu sein, auch wenn es nicht unter den besten Umständen war und morgen haben wir ja auch endlich schon wieder Freitag, somit steht für mich auch das Ende der Schulferien an, alle Verwandten sind wieder verschwunden und der entspannte Alltag kehr zurück.

Weihnachtstage:
Am 24. waren die ersten Verwandten schon eingetroffen und ein etwas feierlicheres Dinner gab es auch schon. Aber offiziel durfte man sich hier erst am 25. "Merry Christmas" wünschen. Tante, Onkel undOma aus Florida waren Abends zum Essen da, sonst war mein Heiliger Abend eher wie jeder andere Tag. Es gab zu Abend Lasagne und es wurden noch Weihnachtsgeschichten gelesen und zum Schluss haben die Kinder Papier, Stift, Keckse und Milch für den Weihnachtsmann und Karotten für seine Rentiere bereitgestellt. Am Abend gabs dann noch für die ganze Familie, außer mir, einheitliche Pyjamas, damit, wie man es aus den Filmen kennt, am Weihnachtsmorgen beim Geschenke auspacken alle einheitlich kitschig aussehen.
Samstagmorgen wurde ich dann von einem Getrampel und Geschreie um 7 Uhr morgens geweckt. Noch müde bin ich dann nach oben getapert und dort hat mich dann ein Wohnzimmer voll mit noch eingepackten Geschenken, Papier und herumliegenden Spielsachen erwartet. Für mich lagen unter dem Weihnachtsbaum dann doch mehr Geschenke, als ich erwartet hatte. Besonders war ich aber auf das Geschenk von meinem Bruder und seiner Freundin gespannt, dass ich schon einige Wochen vorher erhalten hatte, jedoch leider bis zum 25. warten musste. Drin war sehr schön ein Kalender mit Bilder meiner Familie. Einer meiner besten Geschenke! Nochmal vielen Dank euch beiden! Von meiner Gastfamilie dagegen habe ich Duschgel und Bodylotion vom Bodyshop bekommen. Schwarze Socken, die ich hier dringend nötig hatte, da vorallem meine weißen Socken hier nicht wirklich Sauber werden und ich mich schon nicht mehr so recht wohl drin gefühlt hatte. Ein Parfüm von David Beckham natürlich für Frauen gab es noch dazu, ein Silberarmband von meiner Großen, welches ich mir selbst eingepackt hatte mit dem Vorwand es sei doch eigentlich für die Mami. Sehr schön und als krönung hat die Familie mir einen Gutschein im Wert von 100$ für ein Flugticket geschenkt. Also es steht meinem Urlaub eigentlich in keinster Weise etwas im Weg, außer eben der fehlende Reisepartner. Au Pairs aus meiner Umgebung haben einen Freund, den sie besuchen, Verwandte für die sie sich extra frei nehmen, Freunde aus Deutschland mit denen sie schon längst gebucht haben oder ganz einfach andere Reisevorstellung. Da auch meine Freundin Julia aus San Francisco absagen musste, gibt es niemanden so Recht und das frustriert mich eher, statt mich auf meinen Urlaub zu freuen. Meine letzte Möglichkeit besteht darin, Au Pairs über das Internet zu finden, wobei ich mir ein Freund oder jemand Bekanntes aus meinem Umfeld als Reisepartner doch lieber wäre. Wenn auch das nicht klappt, stehe ich wohl oder übel vor der deprimierenden Entscheidung vielleicht alleine fahren zu müssen bzw. gar nicht. Ach mensch, ich hätte das nie erwartet, dass es mir so schwer fallen wird jemanden zu finden. Drückt mir blos die Daumen, dass ich einen gute Reisepartner finde!!!! Jetzt bin ich doch etwas von Weihnachten abgekommen. Nachdem Samstag morgen dann alle Geschenke ausgepackt waren gab es zum Mittag eine Art Eierauflauf mit leckerem Obst. Tagsüber erinnere ich mich gerade nicht mehr an viel erwähnenswertes, wobei gegen Abend haben wir Erwachsenen nochmal ein paar Spiele gespielt und Julklapp. Ich dachte mein Geschenk wäre soweit ganz interessant gewesen, aber denkste! Ich hatte von Best Buy (sowas wie Media Markt) einen 15$ Gutschein und für Itunes einen 15$ Guteschein, da die merkwürdige Vorgabe war, etwas im Wert BIS zu 50$ zu schenken. War mir da dann ein wenig unsicher in welchem Wert und dachte mir ich nimm bisschen mehr als die goldene Mitte, aber dann war da ein Geschenk mit zwei Itunes Gutscheinen im Wert von 50$, da war mein Geschenk natürlich nur noch halb so interessant. Ja ich hatte als viertes die Wahl ein Geschenk zu öffnen, das hieß für mich ich konnte nur mit drei anderen tauschen die jeweils: ein Whirpoolset für die heimische Badwanne hatten, ein Sektkalthalter (schwer) und zwei Gemeinschaftsspielen, die es auch letztendlich geworden sind. Alles andere hätte sich schwierig nach Deutschland schaffen lassen können und mein Geschenk ging letztendlich an wen in der jungen Runde? Die Oma! Also es war für niemanden ungeeigneter als die Oma, aber gut. Ist halt nur ein Spiel.

Was steht sonst soweit die Tage an? Natürlich!! SILVESTER! Und wo verbringe ich New Years? Natürlich! In MANHATTEN! Mit Lena werde ich morgen vorraussichtlich mit dem Zug in die Stadt fahren, dann Felipe treffen und hoffentlich bei gutem Essen in einem guten Restaurant die letzten Stunden dieses Jahres verbringen und kurz vor Mitternacht dann vor der Skyline mit Sekt stehen und ein rießiges Feuerwerk bewundern dürfen. Wie das letztendlich alles so klappt, bei dem proppe vollem New York City werde ich dann wohl am Wochenende berichten. Bis dahin an alle: Einen guten Rutsch, bleibt heile und wir sehen uns dann nächstes Jahr!!!
Tina

PS: Nach Rechtschreibfehlern und Grammatikfehlern zu suchen ist mir bei meinem Zeitmangel grad doch zu aufwendig. Hoffe ihr habt einfach drüber hinweglesen, falls welche zu finden waren.

Weihnachten und Silvester steht vor der Tür


Weihnachten rückt näher, das neue Jahr rückt näher und mit all dem auch die Ferien, Urlaub der Eltern und eigentlich nur mehr Stress für mich. Meine Arbeitszeiten werden sich ab und zu mal ändern, ich werde später anfangen müssen, sodass Nachmittags nicht viel Zeit für mich bleibt. Die Eltern sind beide Zuhause und die Verwandten, die alle kommen werden brauche ich gar nicht erst zu erwähnen. Die Kinder werden dann immer Mama oder Papa wollen oder Oma oder sonst wen, aber sicherlich nicht mich. Mich haben die ja sonst auch immer schon. Genau so fing das heute nämlich schon an. In Jacks Preschool war eine kleine Weihnachtsfeier, beide Eltern waren da, Emily musste nicht zur Schule gehen und die ganz Kleine wollte grundsätzlich nur von Mama oder Papa auf den Arm genommen werden. Oder wenn Jack schlägt oder mich haut grundsätzlich funken die Eltern dazwischen und mit den Kindern machen was ich möchte kann ich auch nicht recht. Mal an den Spielplatz fahren oder so, immer muss man die Eltern nach deren Tagesplan fragen und und und. Mal sehen wie es wird, wenn am Donnerstag die Oma zu Besuch kommt. Eigentlich bin ich die nächsten zwei Wochen völlig unnütz und dazu kommt noch, dass Weihnachten am Wochenende ist. Das heißt für mich, ich werde nur am Sonntag ein wenig Abwechslung von dem Kinderalltag haben, da Samstag ja auch noch groß Bescherrung ist, dann kommt nochmal eine Kinderwoche und erst dann gibts wieder ein normales freies Wochenende. Also ich muss schon sagen meine Familie ist super hier und ich verbringe auch gerne Zeit mit ihnen, aber mal was anderes machen, aus dem Haus kommen kann doch sehr angenehm sein.
Naja und ebenfalls etwas unerträglicher bzw. hauptsächlich eigentlich ist, das Caro nach Südafrika für zwei Wochen zu ihrem Freund geflogen ist und ich nicht unbedingt wirklich jemanden habe, mit dem ich einfach mal spontan was machen kann. Caro wohnt nur 5 Minuten entfernt, es hat sich immer bestens angeboten in der Woche nach der Arbeit mit ihr etwas zu machen. Zwar wären da noch Melanie und Mareike, aber es ist doch etwas Anderes und die Beiden setzen auch grundsätzlich nur ihren eigenen Kopf durch. Wenn sie was machen wollen, dann wird das auch gemacht. Dann sind da noch diesen ständigen Zickereien mit den Beiden, dass ich auch gar nicht so scharf darauf bin mit den Zweien etwas zu unternehmen. Ich hoffe die beiden endlosen Wochen vergehen einfach wie im Fluge. Also ich habe mich wirklich nie so wenig wie dieses Jahr auf Weihnachten gefreut, dafür umso mehr auf Silvester. Denn ich werde mit Lena und Felipe (Freund von Caros Schule in Deutschland) wohl erstmal nach Queens zu Felipe in die Wohnung und dann zur goldenen Stunde in den Central Park fahren oder zur Brooklyn Bridge, je nach dem wo man das Feuerwerk über der Manhatten Skyline besser sehen kann.
Normalerweise ist ja das Feiern des Jahreswechseln auf dem Time Square weltberühmt, jedoch auch so voll da, dass es einfach nur langes und kaltes Warten zwischen unendlichen vielen Menschen ist und man bestaunt dann einfach nur den Drop des Balles. Da schau ich mir doch lieber das Feuerwerk hier an. Vor allem, das hat mich gestern ja total entsetzt: hier in Amerika sind Feuerwerke und Böller wie ich es aus Deutschland kenne verboten! Nur professionell in der Stadt wie New York kann man sowas bestaunen. Das hat mich ja schon ein wenig enttäuscht. Das wäre so als würde man Weihnachten ohne Weihnachtsman oder Weihnachtsbaum feiern. Also wenn ich hier auf Long Island feiern würde und um Mitternacht dann den Kopf rausstecke, werde ich wohl vergeblich nach meinen viele Feuerwerken suchen. Aber ich feier ja in der Stadt glücklicherweise.

Sonstiges:

  • Ich lag letzte Woche mit Fieber und Kopfschmerzen flach. Es hatte sich schon bei dem Plätzchen backen einmal gezeigt, ich hatte Gliederschmerzen, war müde, Kopfschmerzen und und und, war darauf dann auch früher ins Bett. Montag war alles gut und Dienstag war ich dann ganz krank, sodass ich zwar noch gearbeitet hatte, aber mir dann Mittwoch einen Erholungstag gönnen musste. Nun ist aber wieder alles super.
  • Samstag war ich mit Lena in der Stadt Schlittschuhlaufen vor dem Rockefeller Center. Wir hatten drei Anläufe gebraucht und nun endlich waren wir da und konnten nach einer Stunde anstehen, dann die Schlittschuhe unter die Füße binden.
  • Samstag habe ich mir dann noch die Bodies Exibition angeschaut oder auch auf deutsch: Körperwelten. Eine Ausstellung, die es auch in Deutschland gibt, in der Körper von Leichen ausgestellt werden. Hört sich schlimm an, sah jedoch letztendlich nicht anders als Plastik aus. Es war schon sehr interessant. Leider durfte ich keine Bilder machen. Unter anderem konnte ich mir das Blutsystem unseres Körpers anschauen jedoch ohne den Rest des Körpers. Ich hoffe das kann man sich so einigermaßen vorstellen. Dann wurden Embryonen in ihren einzelen Phasen ausgestellt. Unglaublich wie fortgeschritten das Kind bereits in der 6 Woche sein kann.
Auch wenn sich immer alles so schön und toll anhört, fühlt es sich gerade nicht wirklich so für mich an. Ich bin einfach nur froh die nächsten zwei Wochen überstanden zu haben, mit Lena und Felipe auf ein Glas Sekt anzustoßen für das neue Jahr und meine Caro dann bald hier wieder zu haben. Und dann nicht mehr all zu lange liegt mein Urlaub im Februar dann auch nicht mehr all zu weit. Sicher steht noch immer nicht, wo es hingehen wird. Das wird sich vorraussichtlich am Ende der Woche entscheiden, ob San Francisco zu Julia oder in den Süden nach Miami. Soweit erstmal wieder von mir. Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachten, viel leckeres Essen und ganz viele Geschenke!!! Ich werde berichten wie es bei mir war.

Tina

Broadway, Plätzchen und ein bisschen erkältet

Wo ist der Sommer? Das frage ich mich schon öfters in der letzten Zeit. Wo ist der Sommer, die Strandtage, im Pool spielen oder zumindest mal wieder der strahlend blaue Himmel sehen, den ich sonst von Long Island kenne. Also daher passiert in letzter Zeit nicht all zu viel Aufregendes hier. Bin da doch etwas demotiviert im Moment.

Sonntag wollte ich mit Lena und Caro Schlittschuhlaufen beim Rockefeller Center gehen, aber da es den ganzen Tag wie aus Eimern geregnet hat, haben wir Plätzchen gebacken und abends gings mir dann ganz schlecht. Gliederschmerzen, brummender Kopf, Kratzen im Hals, fehlender Hunger und die Mädels sind dann abends nochmal ohne mich Essen gefahren, sodass ich mich den restlichen Sonntagabend in mein Bett gelümmelt hab. Heute bin ich dann auch bei 7 Uhr Arbeitsbeginn erst um 07.07 aufgestanden. Also das geht nicht bei jedem Job. Aber so einigermaßen geht es mir schon wieder besser.

Naja das eigentlich interessante an diesem Wochenende war dann der Broadway. Auf dem Time Square in der Stadt bekommt man bei einem Ticketcenter Restkarten für den halben Preis. So haben wir uns dann einfach mal nur eine Stunde angestellt und Chicagotickets statt für 140$ nur für 75$ bekommen. Wir saßen gleich in der erste Reihe, zwar ein bisschen weit an der Seite, aber doch gute Plätze. Naja soweit so gut, nicht viel großes Aufregendes, aber ich wollte halt immer regelmäßig mal einen Zwischenbericht von der Woche geben.
Liebe Grüße aus New York!
Tina

Manche verbringen Weihnachten in NY, manche Thanksgiving oder den Sommer und ich hab es das ganze Jahr!!!

I´m sorry, i´m getting lazy! Ja es passiert hier nicht mehr gerade für mich viel Neues und Aufregendes. Es entwickelt sich mittlerweile Alles für mich zu etwas Alltäglichem, aber ich versuche mal heute meine Woche bzw. mein Wochenende zu resümieren und euch mit neuen Fotos an den schönen Eindrücken in Weihnachtlichen Manhatten teilnehmen.


Freitag habe ich endlich jemand gefunden, der noch nicht Harry Potter (HP7) gesehen hat. Für mich zum Vorteil, ich wurde eingeladen und musste den Film nicht alleine schauen. Also gelungener Freitag. Samstag bin ich dann mit Caro natürlich, Lena, Felipe (Mitschüler aus Deutschland von Caro) und Annika (Freundin von Lena) in die Stadt gefahren, da Felipe ein Klaviervorspiel in New York hatte. Wollten wir uns gerne mal anschauen und es war super. Mal ein wenig Abwechslung es war zwar einerseits Amateure, die jedoch beeindruckend gespielt haben, wie auch Felipe. Ja danach wollten eigentlich unser Glück beim Rockefeller versuchen und auf der berühmten Eisbahn Schlittschuh laufen. Da wir aber um 7 Uhr darauf hin gewiesen wurden, dass wir mindestens drei Stunden anstehen müssten bei der Kälte, haben wir beschlossen einfach nächsten Sonntag das nochmal in Angriff zu nehmen. Somit gehts dann nächsten Sonntag früher und wärmer vorbereitet dort dann nochmal hin. Kann man ja nicht alle Tage auf solch berühmten Bahnen Schlittschuh laufen. Stattdessen sind wir zum Abschluss des Tages nochmal im Schokoladen Restaurant von Max Brenner gelandet und haben zwei ordenliche Schokoladenfondues genossen. Es war aufjedenfall ein gelungener Tag, da wir auch ganz zu Anfang nochmal bei der Tram (Seilbahn) gelandet sind, die man eigentlich eher in Schneegebieten ertwart und dieses mal ist sie auch wirklich gefahren. Denn die Woche davor, waren wir eher umsonst dorthin gefahren, in der Hoffnung umsonst die Skyline New Yorks aus einer beeindruckenden Perspektive nochmal zu bestaunen. Ich hoffe ich werde noch weitere solcher Dinge finden in New York, die man nicht unebdingt im Reisefüherer findet.
Am Sonntag heute war ich dagegen mit Lena und Caro Weihnachtsshoppen ein wenig und wir haben die alljährlichen Weihnachtsfotos mit meiner Familie geknippst, die dann an Freunde und Verwandte geschickt werden.

Soooooweit erstmal wieder von mir, neue Fotos findet ihr unter Dezember und leider muss ich immer meine ältesten Fotos löschen, da mein Speicherplatz seine Grenzen gefunden hat. Aber die aktuellen Bilder sind ja sowieso die Interessantesten.
Also gaaaaaanz liebe Grüße aus dem kalten und weihnachtlichen New York. Es fehlt nur noch der Schnee hier und Christmas kann kommen und auch nur noch hier 30 Minuten bis zu meinem GEBUUUUURSTAG!!!! Unglaublich wie die Zeit rennt, wenn man kein Kind mehr ist. So aber erstmal eine gute Nacht und das erste was ich gleich morgen tun werde: Mamas Geschenk öffnen!

Tina

Thanksgiving, Spongebobparty, NYC....

Sorry Leute, war ein bisschen lazy in letzter Zeit mit meinem Blog, aber da ich nun schon 4 Stunden gepennt hab und nicht mehr schlafen kann, mir langweilig ist, bietet es sich doch gerade gut an mal wieder zu schreiben. Oh und mir wird gerade bewusst, dass seit meinem letzten Eintrag doch relativ viel Zeit vergangen ist. Also nach Shelter Island hab ich es geschafft, Julia war für zwei Übernachtung hier und es war super, nur hätte ich im nach hinein lieber die Zeit in New York City mit ihr verbracht, aber naja es war gut, viele neue Leute kennen gelernt mal wieder und meine amerikanischen, deutschen Freunde konnte sie auch kennenlernen und hier nach New York würde meine Julia auch gut passen. Achja und Emily´s Spongebobparty stand auch noch an. Musste da am Samstag extra drei Stunden arbeiten und die beiden Kleinen auf Trap halten, während die Eltern die Kindergeburtstagsparty schmeißen. Kam mir da aber auch irgendwie eher überflüssig vor. Als ob die beiden Julia und Jack nicht auch Teil am Geburtstag nehmen wollen und es super aufregend finden, dass 12 Mädels im Haus rumgeistern. Naja aber letztendlich musste ich dann schon mal Julia beiseite nehmen, da die großen Kids viel um das kleine Baby herumgewustelt hatten und damit dann Emily nicht mehr im Mittelpunkt der Party stand, aber das hätte der Gastvater eigentlich auch übernehmen können. Aber ich will mich ja nicht beschweren, einfaches arbeiten und extra Geld und Pizza und Spongebobgeburtstagskuchen inklusive.

Ja und letzte Woche stand Thanksgiving an, auch ein großes Ereignis hier in Amerika, nur nicht wirklich bei meiner Gastfamilie dieses Jahr. Ich hatte keinen berühmten Turkey, stattdessen Ham, der schmeckt meiner Gastfamilie wohl besser. Also im Großen und Ganzen war mein Thanksgiving wirklich nichts Besonderes oder anders als andere Abendessen, wenn ich das zu den anderen Au Pairs aus meine Umgebung vergleiche. Denn bei denen kam die ganze Familie zu Besuch, es gab ein großes Essen (mit Turkey) und Caro ist sogar mit ihrer Familie nach Pennsylvania gefahren. Bei mir stattdessen war das eher wie ein typischer Sonntag mit viel Entspannung und abends dann mal ein anderes Essen. Fortsetzung folt und an den Bildern muss ich auch nochmal arbeiten ;)

This weekend:

Meine Pläne vorraussichtlich für dieses Wochenende:

Freitag geht es nach Shelter Island an die Ostseite von Long Island:


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Samstag kommt Julia aus San Francisco eingeflogen und wird vorraussichtlich bei mir schlafen, sodass wir dann Sonntag New York City unsicher machen können.

Soweit ein kleiner Überblick. Wie es letztendlich gelaufen ist, berichte ich dann nächste Woche wohl. Bis dahin an alle: ein schönes Wochenende und an meine Mama einen ganz tollen Geburtstag!
Tina

Philadelphia, Philly or sometimes The City of Brotherly Love

Tina rocks Philly!


Finally mal mein Eintrag über Philadelphia. Caro, Lena und ich sind einfach mal spontan nach Philadelphia runtergedüst. Um und bei liegt es 2 Stunden von New York entfernt. Eine ganz schöne Stadt, vielleicht fahren wir da mal wieder hin, weil es so schön nah liegt und mal eine Abwechslung zu New York ist. Achja ich will es nochmal bemerken: Mitter NOVEMBER und ich laufe im T-Shirt. Wobei das mal Ausnahmsweise ein schöner Tag war, überwiegend wird es doch mal zu mal kälter hier.

Also lasst euch mal durch den Kopf gehen, was ihr so über Philadelphia wisst ohne bei Wikipedia nach zu lesen. Ich wusste zumindest nicht gerade herausragend viel und dabei spielt die Stadt eine große Rolle in der amerikanischen Geschichte, bedeutender als die geplante Stadt Washington D.C. Denn als zweite Hauptstadt nach New York wurde dort am 4. Julia 1776 die Unabhängigkeitserklärung beschlossen und verkündet. Also als Geburtsort der USA kann man Philadelphia bezeichnen. Viel Geschichte und gutes Essen haben mein Wochenende überwiegend ausgemacht. Samstagabend beim Asiaten Mango Chicken genossen und am Sonntag ausführlich gebruncht, ach und im Hostel ein Zimmer mit 27 anderen Frauen geteilt. Also da soll mich mal jemand überbieten.

Am Samstag haben wir uns auf empfehlung des Hostels den Magic Garden in der South Street angeschaut und dieser war auch sehr interessant. Ein Mosaikkünstler hat aus viel Müll schöne Kunst gemacht. Hier das Resultat:


Also wie ihr seht geht es mir zurzeit sehr gut hier, also gaaaaannz liebe Grüße an Alle und ich vermisse euch Freunde, Verwandte und Manschaft. Ich hoffe das schließt Alle ein, die ich meine ;)

Tina

9 Kids and at the end a beautiful sunset in Sayville!

Veteransday, again a public holiday in america with NO SCHOOL!




Ja Feiertage heißen für mich noch mehr Arbeit, da alle Kids Zuhause sind und manchmal dann auch noch die Eltern, die den Umgang mit den Kids nicht unbedingt einfacher machen. Beispielsweise heute morgen war alles super bis die Mama dann los ist und Julia, die ganze Kleine total cranky wurde. Den Vormittag war alles super, ich hab sie ausnahmsweise mal nicht für den Mittagsschlaf am Morgen hingelegt und kaum war Mama dann Zuhause wurde die wieder cranky und war nur am weinen. Auf einmal meint die Mama, sie hätte sie hingelegt, weil sie so müde sei. Ja gut Mama wieder dazwischen gefunkt. Muss ich nun mal wohl oder übel so hinnehmen.
Ans Haus gebunden und mit meinen drei Kids fällt mir mittlerweile nicht mehr soviel Kreatives ein was kleine Spielmöglichkeiten betrifft. Also habe ich gestern prompt meine Mädels mit den Kids eingeladen und das Haus war gut voll. Mareike hatte ihre 2 Jungs mitgebracht, Melanie ihre Drei Schützlinge und Caro zum Glück nur eins, sodasss wir dann hier das Haus voll hatten mit 9 Kids. Ich hatte die Gasteltern natürlich vorher gefragt, ob es okay sei, wobei sie zur Lunchzeit als die beiden zurück kamen vom Einkauf, doch eher erschrocken schienen. Letztendlich war es aber für die Kids gut Fun, wie auch für uns Au Pairs, nur halt etwas stressiger. Brachte mir dann aber doch mal eine gute Abwechslung in das geregelte Kinderleben. Nach dem Lunch sind alle wieder abgedüst und nachdem meine beiden Kleinen ihren Nachmittagsschlaf gehalten hatten, sind wir nochmal los zum Beachpark hier in Sayville. Wirklich ein super schöner Spielplatz mit kleinem Park und am Sayvillebay. Auf Bäumen geklettert, mit Hunden fangen gespielt und zur Abrundung des Tages einen super schönen Sunset genossen. Sayville bzw. Long Island gilt halt völlig zurecht als ruhiger Ausgleich zum Stadtleben von New York City. Leider konnte ich nur mit meinem Handy ein Foto festhalten.

Für dieses Wochenende steht der nächste Trip ganz spontan an. Bye bye Long Island - Hello Philadelphia. Nur zwei Stunden von New York City entfernt, düse ich wiesder einmal mit Lena und Caro im Schlepptau runter für nur 52$ bisher ;) Also es heißt am Samstag wieder früh aufstehen und am Sonntag oder Montag hört ihr wieder von mir und neuem aus America! Ach und ich hoffe, dass ich hier noch neue Bilder vom schönen Herbst auf Long Island hochladen kann. Die Bäume sehen total idyllisch aus wie im Bilderbuch, sind also ein Foto wert!
Also erstmal an Alle: ein schönes Wochenende!
Tina

First SNOW and mega Shopping

Aaaber nur Schneeregen, also ganz so schlimm ist es dann doch noch nicht. Aber heute morgen als ich aufgewacht bin, hatte ich schon dran gedacht, dass der richtige Schnee wohl auch nicht mehr lange auf sich warten lässt. Aber ich werde berichten, wenn liegendbleibender Schnee in New York angekommen ist.


Mein Wochenende war sehr erfolgreich. Am Samstag bin ich mit vier anderen Mädels nach Riverhead (östliche Seite von Long Island) in ein rießen großen Outlet gefahren. Mein größtes Schnäppchen war eine Levis Jeans für umgerechnet 18€ bzw. 20$ gekauft. Wobei das grundsätzlich in Markendingen etwas günstiger ist als in Deutschland (beispielsweise: Chucks für 40-45$ = 35-38€). Ich sag aber gleich rüberschicken lohnt nicht!!! Da der Versand alles wieder rausreißt! Sonst soweit gabs noch:

  • Laufschuhe von Nike
  • Longsleave
  • T-shirt
Und mit den Laufschuhen waren Caro und ich dann gleich Sonntag los für 55 Minuten. Also ich habe mir da wirklich zwei Wolken für die Füße gekauft und hoffentlich werde ich sie bald mal in einem schönen Fitnessstudio ausprobieren können.

Ja sonst soweit gibt es soviel großartiges von diesem Wochenende nicht zu berichten, wir waren nicht in Manhatten, da die Zugverbindungen dieses Wochenende wieder eher problematisch waren, aber dafür werden wir vorraussichtlich nächstes Wochenende nach Philadelphia fahren. Dann fehlt mir wirklich nur noch Boston und ich habe alles Große hier in der Umgebung New Yorks gesehen und es kann gesparrt werden für Florida. Also soweit erstmal von mir. Ein paar neue Bilder könnt ihr nochmal in Oktober finden und im November Ordner. Ganz liebe Grüße aus dem Schneeregen von New York!
TinaDie ersten Schneeflocken!

Happy Halloween! Houseparty, Upper East Side, NYC Parade

Ja Halloween stand vor der Tür und ich habe es überlebt. Ich wurde von keinem Freddy Krüger im Schlaf verfolgt, von einem Vampir gebissen geschweige denn von Michael Jacksons Thriller in Bann gezogen.

Aber ganz von Beginn: Am Freitagabend war ich mit den zwei Mädels Caro und Mareike bei Melanie auf der Schmuckparty der Gastmutter. Eine Kette habe ich mir gegönnt für 75$ nur leider noch nicht erhalten. Naja da Mareike noch ein paar Amerikaner hier kannte, die eine Halloweenhausparty schmissen, gings dann gleich im Pink Ladies Outfit nach er Schmuckparty weiter. Ich bin an dem Abend gefahren und das endlos weit. Sind dann mal so nach ner drei viertel Stunde schätze ich da angekommen, war soweit auch eigentlich durch und durch eine typisch amerikanische Halloweenparty wie ich sie mir im Bilderbuche vorstelle. Zweimetersandwiches, die waren mega lecker und wie es die Amerikaner immer mit den Sandwiches machen: ganz viel Fleisch drauf. Also der wird nicht nur 2-3 Scheiben drauf gepackt sondern schon so, dass das Fleisch gleich drei Zentimeter dick ist. Dann gabs da noch open end Getränke, soweit das Auge reicht. Bei uns in Deutschland muss da jeder selbst seinen Hochprozentigen Spaß mitbringen. Im Badezimmer hat ein Skelett im Blut ein Bad genommen. Natürlich kein echtes Blut. Ja der einzige Hacken an dieser Party war, dass die Leute alle wieder 22 und aufwärts waren und auch naja mir eher bisschen assi erschienen. So einige Leute könnt ihr auf meinen Fotos sehen und selbst ein Urteil bilden. Ja gut das Ding an diesem Abend war aber eher, dass ich Caro und Melanie um zwei Uhr müde wurden und eigentlich nach Hause wollten, WENN da nicht Mareike gewesen wäre. Melanie hatte mir ganz nebenbei gesagt, dass Mareike nochmal verschwindert um ihre Freundin abzuholen, die aus Philadelphia (4 Stunden Entfernung) kam und am Bahnhof, der auch 30 Minuten entfernt war, abzuholen. Ja da wurde nicht viel nachgefragt, sondern zack da war Mareike auch schon verschwunden und ließ uns da rund einanhalb Stunden warten. Da ich gefahren bin, hätte ich zwar gut abhauen können, aber naja ich bin ja nicht so. Stattdessen war ich immer mehr angefressen, da zu mir, der Fahrerin, kein Wort gesagt wurde. Schließlich wusste Mareike und auch Melanie, wie sie mir im nachhinein gesagt hatte, dass die Freundin auf dem Weg zu uns ist. Den ganzen Abend kam Mareike nicht einmal auf die Idee das zu erwähnen und als die beiden dann endlich angetanzt waren, war der erst auch nichts mit nach Hause gehen: "Ja, kannst du mal bitte warten, Galina (Freundin aus Philadelphia) ist gerade eben erst angekommen und möchte auch noch ein bisschen was von der Party haben". Ja hackt es?! Letztendlich gabs dann aber doch einen Abflug und das war nicht das einzige Ding von Melanie und Mareike an diesem Wochenende.

Am Samstag Nachmittag war ich mit Caro dann in der Mall und haben noch ein wenig geshoppt, da Caro noch ein paar Kleinigkeiten brauchte. Abends ging es dann weiter zur Upper East Side auf eine Privatparty. Bin da doch schneller wieder gelandet in der Upper East Side als ich dachte. So zu dem zweiten merkwürdigen Ding von Melle und Mareike: Caro war bei mir in Sayville und die anderen drei nur 15 Minuten Entfernt von uns. ZUSAMMEN wollten wir fünf nach Manhatten und ich hatte den anderen drei geschrieben, dass wir von Sayville aus fahren und denen die Zeit per Sms geschickt. Darauf kam dann letztendlich aber, dass die anderen drei zu faul wären 15 Minuten zu unserem Bahnhof zu fahren statt nur 7-8 Minuten zu ihrem. Naja mir dann wieder egal gewesen, da unnötig zu diskutieren und wir sind dann von unterschiedlich Bahnhofen nach Manhatten gefahren und haben uns dann da getroffen. Man erwähne, dass wir fast aus den gleichen Orten hier kommen, aber gut. Wir sind dann alle zusammen von Downtown Uptown gefahren mit der Subway, da alle Taxen voll waren an dem Abend. Allein der ganze Bahnhof, an dem wir ankamen, war voll mit verkleideten Menschen. Hoch angekommen, nach vielem schmerzvollem Laufen, war die Party auf der Upper East Side ganz gut. Man glaubt gar nicht wie teuer eine Wohnung dort ist. Drei Leute hatten da zusammengewohnt und die Wohnung machte eher den Eindruck einer Studenten-WG. Der Abend war bis dahin soweit sonst problemlos gelaufen.

Caro hatte bei mir geschlafen und Sonntagmorgen bzw. Mittag gegen 12 Uhr haben Caro und ich uns fertig gemacht für Manhatten noch einmal. Am Abend um sieben Uhr wollten wir die New York City Halloween Parade sehen mit den anderen beiden Mädels Mareike und Melanie. Aber warum erst Abends nach Manhatten fahren. Also hatte ich den beiden anderen eine Nachricht geschrieben, ob sie schon wach seien und wann wir los wollten. Bis zwei Uhr kam keine Nachricht oder ein Anruf zurück, sodass Caro und ich dann den beiden nochmal eine Nachricht geschickt hatten, dass wir um halb 3 mit dem Zug fahren würden. Darauf kam dann natürlich eine Nachricht, dass die anderen beiden sauer sein, schließlich wollten wir ja zusammen dort hin. Ich bin mir aber keiner Schuld bewusst, da ich den anderen beiden nicht hinterher telefoniere und meinen freien Sonntag dafür hergebe. Gut, somit sind wir dann wieder getrennt gefahren und waren letztendlich nicht zusammen bei der Parade.
Die Parade abends war aber nicht ganz wie ich erwartet hatte. Es war alles eher sehr durcheinander und ich hatte eher einzelne große Wägen oder Gruppen erwartet. Aber gut es war umsonst.

Achja und ich musste um 23 Uhr wieder Zuhause sein. Meine Gastvater hatte mir nochmal extra eine Nachricht geschrieben und mich extra drum gebeten. Das kam vorher nie vor. Aber ich hatte am Sonntag Nachmittag, bevor Caro und ich in die Stadt fahren wollten, von dem Abend auf der Upper East Side erzählt und leider zu viel. Meine Gastfamilie hält nicht soviel von langem Ausgehen, feiern und Alkohol und vor allem nicht, da ich ja unter 21 Jahren bin. Natürlich haben sie einerseits recht. Aber ich werde auch noch eher hier mit dem Aspekt manchmal betrachtet nicht erwachsen zu sein. Zumindest haben ich in manchen Fällen den Eindruck. In Amerika ist man eben erst mit 21 Volljährig und ich kriege ab und zu das dann doch zu spüren. Naja nun weiß ich aber, dass ich lieber möglichst nicht mehr soviel erzähle was das Thema Feiern angeht, wobei das auch erstmal nicht mehr ansteht.
Also ich muss schon sagen, dadurch, dass meine Familie in manchen Punkten ganz andere Anssichten hat als ich, in Dingen, die für mich selbstverständlich sind, fühl ich mich in manchen Gesprächen etwas unssicher, da ich nicht weiß was sie davon halten und mir möglicherweise verbieten könnten bzw. böse wären. Beispielsweise als Carlos zu Besuch war, bat mich mein Gastvater darum, dass mein bester Freund, den ich schon Jahre kenne, erst kommen dürfe, wenn die Eltern Zuhause seien. Ich darf keinen männlichen Besucher Zuhause haben, wenn die Gastelter nicht Zuhause sind. Klar darf ich mich da schon glücklich schätzen, überhaupt männlichen Besuch hier haben zu dürfen, aber ich mein was sollte da passieren? Allgemein Jungs in Gesprächen zu erwähnen verschafft mich doch ein eher mulmiges Gefühl. Wenn meine Gasteltern fragen, mit wem Caro und ich in Manhatten waren und ich erwähne, dass ein ehemaliger Mitschüler von Caro dabei war, dann erscheint mir das manchmal schon so, als seien die Eltern nicht darüber erfreut. Naja andere Länder andere Sitten, aber es schafft doch schon irgendwie eine Distanz. Mal schauen wie sich das mit der Zeit noch so entwickelt.

So aber noch einmal zurück zum Zickending von Mareike und Melanie. Das Wartenlassen vom Freitag, das unnötig getrennte Fahren vom Samstag und das Beleidigtsein vom Sonntag ist ja noch nicht alles. Am Dienstag war bei uns diese Woche wie vielleicht einige mitbekommen haben Elections Day und die Schulkids hatten mal wieder frei. Also wollten Mareike und ich uns für ein Playdate (Kids spielen zusammen, Au Pairs brauchen nicht spielen) treffen. Schön und gut dachte ich haben wir beide über die Dinge vom Wochenende hinweg geschaut, da taucht Mareike nicht auf. Nach 20 Minuten verspätung habe ich versucht Mareike zu erreichen und nur als Nachricht bekommen: "Sorry, sorry! Tut mir ganz doll Leid, aber ich habe das total vergessen! Bin jetzt bei MELANIE, kannst auch kommen wenn du magst". Den Abend davor hatte sie mcih nochmal gefragt wegen des Playdates, ob das klar ginge, Dienstag ist allgemein immer Playdate mit Mareieke, wie kann sie das vergessen?! Also eindeutig nach dem Motto: "Wie du mir so ich dir". Man erwähne noch ganz neben bei, dass Mareike ganze 26 Jahre alt ist! Aber gut, Zickenkram bleibt vielleicht auch nicht aus bei sovielen weiblichen Au Pairs. Aber echt mir zu doof!

Ja sonstiges was ich nochmal festhalten will hier:
Gestern am 2. November musste ich das erste Mal Eiskratzen und ich bin noch die Woche davor im T-shirt einmal morgens gelaufen, weil es so heiß hier war. Ganz merkwürdig hier, aber der Sommer ist vorbei und der Winter rückt näher. Rechts könnt ihr ja die Temperaturen hier verfolgen.

Wir haben wieder neue Babyhasen bekommen. Nach unseren sowieso schon fünf Babies gab es jetzt noch mal sechs ganz Frische, die meine Gasteltern aber nicht alle behalten werden. Also ich hoffe das wars jetzt mit den Hasen.

Naja soweit erstmal wieder von mir. Ich hoffe das reicht erstmal wieder an Informationen und ich hoffe der Zickenkram hier ist nicht zu uninteressant, aber ich versuch halt doch möglichst viel festzuhalten. Fotos gibt es unter Oktober von dem Halloween Spaß!
Ganz liebe Grüße an Alle und hoffe ihr seid mir nicht böse, wenn ihr mal längere Zeit nichts direkt von mir hört, sondern nur über meinen Blog. Also frostige Grüße aus New York!

Tina

Washington D.C.

Soooo das Wochenende ist wieder einmal vorrüber, das heißt auch für meinen Blog ein neuer Eintrag. Besonders weil dieses Wochenende der Washingtontrip anstand und die Hauptstadt unsicher gemacht werden sollte. Zusammen mit Lena und Caro bin ich am Samstag ganz früh morgens um halb vier aufgestanden, hatte geduscht und mich fertig gemacht für die einstündige Autofahrt nach Manhatten und die fünfstündige Fahrt nach Süden. Langer Weg aber es hat sich wieder einmal gelohnt. Angekommen gegen halb eins im Hostel haben wir unsere Taschen eingschlossen, weil wir erst gegen zwei Uhr zu den Zimmmern konnten. So sind wir dann nach dem Wegschließen der Taschen mit der Subway zur "Mall" gefahren. Man muss sagen das Subwaysystem in Washington ist sehr schlecht, aber einmal sind wir damit dann doch gefahren. Wir haben uns als Alternative zum U-Bahnsystem dann ein Hopp on, Hopp off Busticket geholt. Busse die an den Sehenswürdigkeiten regelmäßig vorbeifahren und wohl ganz gut von einer Sehenswürdigkeit zu anderen fahren. Naja wir sind letztendlich nur einmal um die ganze "Mall" gefahren, um einmal alles gesehen zu haben, aber als wir dann das erste Mal mit dem Bus spontan von einer kleineren Station zum Pentagon fahren wollten, mussten wir 45 Minuten vergebungslos warten, da an diesem Tag die Straßen für diesen bestimmten Bus abgesperrt war und nirgends darauf Hingewiesen wurde. Naja somit habe ich das Pentagon nicht gesehen, dennoch aber alle großen Dinge wie das Weiße Haus, Capitol, Lincoln Memorial und und und.
Die Stadt war sehr sauber im Vergleich zu New York, dafür auch ruhiger. Gegen Abend waren nur noch Polizisten meist anzutreffen und abgesehen von den Sehenswürdigkeiten wie das weiße Haus usw. unterscheidet sich die Stadt nicht wirklich von anderen wie beispielsweise New York. Also New York gefällt mir bisher doch immernoch am besten und ich bin immer wieder froh hier zu leben und nicht in Ohio oder sonst was.
Achja und bevor ich es vergesse, wir waren dann am Sonntag zu guterletzt in dem Air and Space Musueum, da alle Museen in Amerika angeblich wohl for free sind, sind ja schließlich öffentliche Einrichtungen und man muss angeblich nur bezahlen, wenn man möchte. Diese Information habe ich zumindest von einem anderen Au Pair. Ob das wirklich überall so ist, muss ich aber noch feststellen, weil ich beispielsweise im Moma ganze 20$ bezahlen musste und das Ding aus Eintrittskarte hieß. Also mal sehen, ich werde dazu berichten. Naja dieses Air and Space, weiß ich gar nicht so recht warum wir da hingegangen sind, wahrscheinlich einfach nur weil es halt for free war. Ich finde Amerikanische Museen überwiegend so quatsch, weil meist einfach Ausstellungsstücke aus Europa oder anderen Ländern rüber geholt wurden. Naja soweit zu Washington.

Diese Woche steht bei mir soweit Montag Schlaf nachholen an und am Dienstag war ich mit Caro in der Mall, brauchte noch eine Brille und Schuhe für mein Halloweenkostüm. Hab da eine ordenliche Ausbeute gemacht. Mittwoch gehts dann ins Haunted House, ein Grußelshaus. Findet von meiner Organisation statt passend zum Thema Halloween. Mal schauen wie das so wird und Donnerstag will ich mit Mareike Paranormal Activity im Kino gucken. Also in der Woche passiert irgendwie auch immer was und dazwischen versuche ich auch immer noch Kontakt mit euch allen in Deutschland zu halten. Jaja und zum Wochenende gehts dann Samstag auf ne Halloweenparty und am Sonntag zur Halloweenparade nach New York.

Also soweit erstmal von mir. Liebe Grüße aus dem regenerischen aber dennoch immer wieder mal warmen New York!
Tina

Carlos and me in Manhatten


Ja mein erster Besuch und es war super! Donnerstag, Freitag und Samstag mit Carlos Manhatten unsicher gemacht! Montag dann noch ein letztes Mal und dann muss ich mich wieder für eine lange Zeit verabschieden, aber es war großartig! Eintrag wird morgen nochmal überarbeitet, sitze nämlich gerade bei Starbucks nähe Time Square und muss mich gleich auf den Heimweg machen, damit ich vielleicht heute abend Chris Brown in einem Club sehen kann. Also eine gute Nacht, bis morgen!

Nächster Tag:
Und ja ich habe es noch rechtzeitig geschafft, sodass ich abends wirklich noch Chris Brown sehen konnte. Also ich hab dann gestern schnell den Laptop eingepackt und ab mit meiner fetten Tasche runter zu Penn Station gelatscht. Also so ungefähr eine Viertel Stunde. Hatte mir noch einen Apfel gekauft, weil ich den ganzen Tag nichtwirlich viel gegessen hatte, aber durch den ganzen Stress immer unterwegs zu sein, gucken von wo nach wo und wann in dem chaotischen New York vor allen Dingen, habe ich letztendlich den Apfel nicht gegessen. Also am Wochenende bin ich immer viel zu sehr beschäftigt fürs Essen und in der Woche futter ich zu viel. Also ich stell immer wieder fest, ich habe hier viel vor, aber doch nicht wirklich genügend Zeit. Nächstes Wochenende steht ja auch schon wieder Washington für das ganze Wochenende an. Naja zurück zu gestern. Ich dann im Zug geschlafen, damit ich noch einigermaßen fit sein konnte für den Club, in den ich später noch mit Mareike, Caro und Melanie gehen wollte. Also somit verging die eine Stunde und 20 Minuten wie im Fluge. Als ich in Sayville dann angekommen war, war ich vielleicht fünf Minuten da, meine Sachen kurz abgeliefert, Neue eingepackt und weiter mit Melanie und Mareike zu Caro. Die haben wir dann auch noch eingesammelt und dann gings ab zum Club Glo. An dem Abend gestern sollte Chris Brown live in person da sein. Wollte ich erst nicht so rechtglauben, da der Eintritt umsonst war, wohingegen die Getränke, den Eintritt wieder ausgeglichen haben. Naja wir waren schon um 10 da und ich bin mir nicht recht sicher, aber gegen 2 Uhr, nach sehr langen und ungeduldigen Warten, war Chris Brown nicht mal 5 Meter von uns entfernt auf der Bühne. Ich stand mit Mareike ganz vorne, aber letztendlich war Chris Brown circa 5 Minuten nur auf der Bühne und noch einige Zeit im VIP Bereich. Also für das lange Warten, hatte es sich nicht unbedingt gelohnt, aber es war ja auch umsonst.

Mir fällt gerade auf, dass ich Donnerstag und Freitag vergessen habe. Dabei sind die viel interessanter meiner Meinung nach. Denn mein guter amigo Carlos war in der Stadt. Der Erste, der seine Worte in die Tat umgesetzt hat und mich besuchen gekommen ist. Wobei ich es bei dem Weltenbummler auch nicht wirklich bezweifelt hatte. Also Carlos ist schon am Dienstag hier angekommen, aber durch die Zeitveschiebung hatte er erstmal geschlafen, am Mittwoch die Stadt das erste Mal erkundet und am Donnerstag bin ich dann nach der Arbeit in die Stadt gefahren und hab ihn getroffen. Leider hatte es ganz schön geregnet. War bisher vom Wetter mein schlechtester Tag in NYC. Naja daher sind wir dann in die Wohnung gefahren in der er für die Woche gewohnt hatte bzw. noch wohnt. Denn seine Oma hatte eine langjährige Freundin, Heidrun Rotterdam, aus ihrer Kindheit bei der sie die Woche verbracht hatten. Zu der Freundin von Carlos Oma: erfolgreiche Pathologin aus Hohenwestedt, hat Paul Rotterdamm geheiratet, der an der Havard Universität unterrichten sollte und somit das Paar in die Staaten führte. Heute ist sie nicht mehr mit ihm verheiratet, arbeitet aber noch an der Columbus University in New York. Also Geldprobleme kennt diese Frau in keinster Weise. Carlos hatte mir dann die Wohnung am Donnerstag gezeigt, die wohl eine Million Dollar wert sein sollte, jedoch nicht den Eindruck machte. Eine sehr schöne, jedoch nicht unbedingt außergewöhnlich bzw. das einzig außergewöhnliche war ihr Standort. Nämlich Manhatten. Achja und was ich auch noch bemerkenswert fand, Heidrun besitzt ein originales Matissebild und für alle, denen der Name Matisse nichts sagt: Er ist einer der bedeutensten Maler der Moderne neben Vincent van Gogh und Picasso. Also man sollte schon damit rechnen, dass das Bild im tausender Bereich liegt. Also was ich soweit von der Frau gehört und gesehen hatte bis dahin, war doch sehr beeindruckend. Jedoch hatte ich sie am Donnerstag nicht mehr kennenlernen können. Ich wollte eigentlich um 10:15 den Zug zurück nehmen, da ich ja nächsten Tag noch einmal um sechs aufstehen sollte, schließlich stand für ja noch einmal arbeiten auf dem Plan und auch noch etwas über eine Stunde Zugfahrt vor mir hatte, aber wie das eben so ist, bin ich doch noch etwas länger geblieben. Schließlich bin ich ja nicht so oft mit Carlos in Manhatten. Naja ich wollte dann den Zug um 12:15 nehmen und Carlos und ich sind dann circa eine Stunde früher los, weil wir noch ganz Downtown fahren mussten. Als wir dann in der Subway(U-Bahn in Manhatten) standen und ich aus lauter ungeduld auf die Uhr geschaut habe, musste ich feststellen, dass es schon viel zu Spät war und die Uhr in der Wohnung falsch ging, sodass ich dann letztendlich erst um 1:16 den Zug genommen hatte. Ja ich war erst um 3 Uhr im Bett und hatte somit auch nur drei Stunden Schlaf. Dennoch war ich morgens nicht all zu müde. Erst gegen 12 Uhr hat sich der fehlende Schlaf bemerkbar gemacht und wurde immer schlimmer. Denn um vier Uhr Nachmittags hatte ich mich schon wieder in Zug zurück gesetzt nach Manhatten. Carlos hatte ich die Nachricht geschrieben, er solle gegen vier Uhr mich mal anrufen, damit ich ihm genau sagen konnte, welchen Zug ich denn nehmen würde und wann er mich abholen konnte (nebenbei: er hatte die Nachricht gelesen). So ich saß dann im Zug und musste vergeblich auf den Anruf warten. Die einzige Nummer, die ich von ihm anrufen konnte, war die Nummer der Wohnung. Deutsche Nummern kann ich leider nicht von meinem amerikanischen Handy aus anrufen. Naja ich hatte Carlos letztendlich aber über sein Handy nicht erreicht und war aber schon in Manhatten mit meiner dicken Tasche angekommen. Gut, da ich meinen Laptop mit hatte und nicht viele Alternativen zur Verfügung standen irgendwo hinzugehen, gings dann ab zu Starbucks. Starbucks gibt es hier an jeder Ecke, vor allem in Manhatten und dort kann man gratis ins Internet, natürlich wenn man was kauft. Gut ich dann mein Facebook vom Time Sqaure aus gecheckt und was lese ich da?

"Schreib mir mal bitte wann du in Manhattan bist. Wir wollen heute Abend ins Kino und danach lass uns feiern gehen. Ich bin gerade beim Empire (: Schreib mir einfach wann und wo. Ich check ab und zu mein Facebook. Bye."
Leider hatte ich diese Nachricht nicht mehr gelesen und saß da nun in Manhatten sauer, dass Carlos nicht angerufen hatte und vor allem konnte ich lange darauf warten, dass Carlos sein Internet mal checkt, wenn er im Kino sitzt und zwei Stunden einen Film schaut.
Ich hatte ihm dann eine Nachricht hinterlassen bei Facebook und musste zum Glück nur eine halbe Stunde auf seinen Anruf warten. Wir hatten uns aber erst gestritten, da ich sauer war, weil er sich nicht gemeldet hatte und er war ein bisschen gestresst, da seine Oma auf der Straße gestürzt ist und sich doch zunächst etwas erschreckend verletzt hatte. Wir hatten dann aber erstmal aufgelegt, weil ich so sauer war und eigentlich keine Lust mehr hatte zu ihm zu fahren. Hinzukam dann ja auch noch meine mega fetten Kopfschmerzen und Müdigkeit, andererseits ergibt sich ja nicht all zu oft die Chance mit Carlos Manhatten unsicher zu machen, also hab ich mich beruhigt und er hatte mich nochmal angerufen und mir gesagt, wo das Kino war. Ich dann wieder vom Time Square Downtown gefahren zum Kino und auch auf anhieb gefunden. Wütend dann auf Carlos trotzdem mit ihm ins Kino gegangen. Der Film hatte schon angefangen und handelte von Hildegard von Bingen, einer Nonne. Also wie der Film lass ich jetzt einfach mal weg, nur das ich ihn letztendlich doch besser empfand als ich zunächst erwartet hatte. Nach dem Film konnte man der Regisseurin noch Fragen stellen, also ich kam mir vor wie zurückversetzt in meinen Englischunterricht in Deutschland. An dem Abend hatte ich dann auch endlich Heidrun kennengerlent und sie war eine wirklich liebe und freundliche Person. Zusammen mit ihrem festen Freund und einem Künstlerfreund sind wir noch neben an beim Italiener essen gegangen und anschließen wollten Carlos und ich eigentlich noch feiern gehen, aber waren dann beide doch einfach zu müde. Also meine Reserven waren trotz Kaffee wirklich aufgebraucht. Hatte schon rote Augen und dann sind wir zurück in die Wohnung Uptown wieder gefahren und haben geschlafen.



Nächsten Morgen haben wir dann mit seiner Oma Monika und seinem Onkel Mathias gefrühstückt. Erdbeeren, Bananenjoghurt, Mischbrot mit Marmelade und Lachs. Also wirklich leckeres Frühstück. Keine Waffels, Pancakes oder Bagels wie ich es sonst von Amerika kenne.
Ahhh es war einfach super. Wir hatten bis 4-5 Uhr Zeit in Manhatten bis die drei dann von Heidrun abgeholt wurden für einen Trip zum Ferienhaus in Upper State New York. Am Vorabend hatte sie mir noch erzählt, dass das Grundstück ihres Ferienhauses um und bei acht Hektar beträgt. Also man könne sich schon mal im Garten verlaufen. Naja leider konnte ich also nur von Freitag auf Samstag dort übernachten, wobei ich das eigentlich auch nicht wirklich durfte. Denn Heidrun wusste wohl nicht von meiner Übernachtung in ihrer Wohnung, sodass nach unserem Trip zur Brooklyn Bridge, den wir an diesem Tag gemacht hatten, schnell verschwinden musste, damit Heidi nicht auf die Idee kommen könnte, ich hätte da übernachtet. Nach unserem Frühstück wie gesagt sind wir vier über die Brooklyn Bridge gelaufen, habe denen die Aussicht von der anderen Seite auf die Skyline gezeigt und dann ging es auch schon wieder zurück. Es war aber ein wirklich sehr schöner Tag und irgendwie scheint mein Heimweh doch eher zu wachsen, wenn man Leute aus Deutschland für so kurze Zeit wieder sieht. Vor allem, da Carlos und ich dachten, wir würden uns heute am Montag nochmal sehen, aber ich muss leider noch etwas länger arbeiten und Carlos scheint noch nicht zurück zu sein von dem Ferienhaus. Er fliegt morgen schon wieder zurück, sodass wir uns vielleicht das nächste mal wohl wieder auf deutschen Boden sehen werden.

Club and Moma


Freitagabend bei Mareike: Es wurde sich fertig gemacht und ein bisschen "Krätze" gespielt und auf ging es weiter mit den drei Mädels Melanie, Mareike und Caro in eine Bar. Klar man musste wieder einmal 21 sein, aber es klappte problemlos. Haben ein bisschen gefeiert und getanzt und auch ein paar Amerikaner kennengelernt, nur wieder immer halt 21 und aufwärts natürlich. Ich glaube meine Altersgruppe sitzt eingesperrt im College und feiert da ihre Parties, also mit zufällig mal kennenlernen ist da nicht.


Ja Samstagmorgen waren wir vier dann erstmal alle ganz amerikanisch bei Donkin Donouts frühstücken, wobei ich beim bestellen vergessen habe, dass man Eistee wie wir ihn kennen nur aus dem Kühlschrank bekommt und an der Kasse einen gekühlten schwarzen Tee erhält, der mir dann gar nicht geschmeckt hat. Sonst soweit war das Frühstück süß, fettreich und vor allem mal wieder ordenlich ungesund. Nach diesem guten Frühstück bin ich mit Caro ans Wasser gefahren, haben da bisschen die Sonne genossen, also abgsehen davon, dass man nicht mehr unbedingt baden kann, war es doch soweit noch ein schönes Sommerwetter und Abends gabs dann noch ein paar Filme, wobei ich beim zweiten schon sehr müde war, sodass Caro auch früh wieder los ist und vor allem, da wir ja auch für Sonntag wieder fit sein wollten.

Denn wir sind mal wieder nach New York City gefahren und haben uns das Moma (Musuem of Modern Art) angeschaut. War ganz interessant mal Werke original zu sehen, die man sonst in Deutschland im öden, faden Unterricht besprochen hat. Bekannteste Malern waren beispielsweise Picasso, Van Gogh und Matisse. Ich hatte eigentlich gar nicht erwartet, dass man sich da den ganzen Tag aufhalten kann, also war wirklich eine rießen Breite an Bildern und bei manchen war mir nicht unbedingt ganz klar warum gerade diese einen Platz in dem Musuem gefunden haben. Bilder die einfach ganz schwarz oder nur rot waren, vielleicht dazu dann mal einen geraden Strich darauf und zack war es schon besonderes Werk. Naja das war mir einwenig ein Rätsel. Wir hatten wieder einmal super schönes Wetter an diesem Tag, sodass wir dann natürlich nicht nur im Moma bleiben wollten uns aber auch nicht wirklich so recht die Idee kam, was man noch interessantes machen könnte. Uns gehen mittlerweile die spektakulären Ideen aus. Also New York ist halt auch wie jede andere Stadt, wenn man alle großen Sehenswürdigkeiten entdeckt hat.

Soweit zum Wochenende. Am Montag gestern war der Columbus Day. Ganz Amerika hatte wieder frei außer mir. Also ich hätte nie gedacht, dass ich mich so wenig auf Feiertage freue. Denn für mich bedeutet das: keine Schule= drei Kinder, die unterhalten werden wollen den ganzen Tag! Hallelujah! Zu Anfang des Jahres drei Kinder den ganzen Tag zu haben, hat mir ja noch Spaß gebracht, aber mittlerweile stundenlang den ganzen Tag mit Kinder nur spielen und keinen anderen Kontakt zu haben, kann dann doch gut anstrengend sein. Mittlerweile habe ich ja jeden Tag immer etwas, dass die Kids Mittagsschlaf halten und ich eine Pause habe oder Jacks Logopädien kommt und und und, aber gestern war nichts. Die Eltern waren dazu dann natürlich auch noch Zuhause, also noch einmal etwas anstrengender, da die Kids sich doch schnell mal von Mama ablenken lassen oder ich mich auch so fühle, als würde mir jemand auf die Finger schauen.
Naja ich habe es ja überstanden und scheinbar steht wohl auch erstmal kein Feiertag mehr an.

Achja und sonst: Carlos sitzt im Flieger Richtung New York oder vielleicht ist er auch schon angekommen. Ich weiß es nicht. Mal schauen, ob der sich hier blicken lässt bei mir in Sayville oder ob ich ihn erst am Freitag sehen werde, wenn ich Wochenende habe. Werde dann wohl das ganze Wochenende bei ihm auf der Upper East Side wohnen und Manhatten mit ihm unsicher machen.

Und zum Schluss nochmal ein Bild von eines der Babyhasen. Die wachsen wirklich schnell.

Sooweit erstmal von mir! Liebe Grüße an alle und vor allem an Kai und Opa nochmal alles alles Liebe nachträglich zum Geburtstag!

Tina

4 Hosen, 3 T-shirts und nur 2 Tage!!!!

Liebe Mama,
es tut mir sehr Leid, dass meine Wäsche manchmal doch etwas früh im Wäschekorb gelandet ist und du somit deutlich und vor allem unnötig mehr arbeit hattest. Ich nenne dir mal die Fakten meiner Wäschearbeit der Kinder hier:

Innerhalb von nur zwei Tagen (Dienstag erst Wäsche gewaschen und Donnerstag musste ich schon wieder ran) hat sich folgendes angesammelt:

  • 3 Hosen von Jack
  • 2 T-Shirts von Jack
  • Dann hatte er noch eine Jogginghose mit passenden Sweatshirt
D.h. dieser Junge hat sich innerhalb von ZWEI Tagen nicht nur dreimal die Hose gewechselt, sondern auch noch Abends mal sein "Konfi-Outfit" angezogen und dann erst den Schlafanzug.

Die ganz Kleine hat:
  • 1 T-shirt
  • 1 Confi-Outfit (Bequemlichekeitsout für Abends)
  • 2 Langarmshirts
  • 2 Hosen
Also man sieht schon, hier wird jeden Tag das Outfit gewechselt und vor allem wieder in den Wäschekorb geworfen. Von diesem Vorurteil hatte ich schon mal gehört, Amerikaner wechseln jeden Tag ihre Klamotten, wobei bei meinen Kids auch gerne mal der Wechsel schon nach nur 5 Stunden stattfindet. Jaja soviel zu "Amerika goes Green". Also da muss ich wirklich nochmal ein Auge drauf werfen. Wenn sich mal in die Hose gepiescht wird, klar dass das sofort im Korb landet, aber das muss ich ja wohl nochmal ändern.



Liebe Mutter, ich verstehe dich immer mehr!

Tina

2 Monate sind schon rum!

Einmal zu Beginn, endlich hab ich das Video von Lisas Geburtstag. Ist schon eine Weile her, ich glaube das war meine zweite Woche hier. Die Verwandten waren alle zu Besuch und haben dann über zwei Tage eine Lieblingsshow (Minute to win it) meiner Gastmama nachgespielt. Wir waren circa 10 Teams und mussten Punke sammeln in circa 20 Spielen, wenn ich mich richtig erinnere. Auf dem Video bin ich beim Cupspiel, bei dem es Aufgabe war, die Plastikbecher mit Hilfe eines Luftballons runter zu pusten. Also ich muss sagen es sieht einfacher aus als es in Wahrheit dann doch war. Have fun watching the movie!



Und wie schnell die Zeit doch wieder vergeht. Ich hatte jetzt vor ein paar Tagen mein Zweimonatiges hier und es gefällt mir immer noch alles sehr. Zwar könnte ich dem Kleinen hin und wieder gerne mal eine scheuern, aber Kinder schlägt man ja nicht! Am 31. September, letzte Woche, z.B. musste ich auf die drei Kids noch extra aufpassen am Abend (die extra Stunden werden auch extra bezahlt versteht sich) und als Emily und ich nach oben zu den Hasen gehen wollten und Jack anfing zu weinen mit allem drum und dran, dass er Abendessen möchte, da er sei noch immer hungrig und er bei Mama mehr Fernsehen geschaut hat, als das er was gegessen hatte. Eigentlich sein Pech, aber naja ich hab dann Jack vorgeschlagen, dass ich vielleicht das Essen im Mülleimer nochmal suche oder etwas Anderes, wenn er sich gut in der Badewanne benimmt und mir nicht auch noch eine Dusche verpasst. Das Essen war natürlich nicht im Mülleimer gelandet, aber irgendwie muss man ihm ja die Konsequenzen klarmachen, was passiert wenn er nicht richtig isst. So Jack dann auch gebadet, bis dahin alles gut abgesehen vom Heulanfall. Wir unten: springt Jack auf der Kleinen rum (Emily: "Jack don´t wrestle Julia!"). Dann gabs ein Time Out, er springt immer wieder vom Stuhl, hört nicht zu, ich muss wild fuchtelnden Beinen ausweichen und als ich dann mit Emily ein Spiel ausprobieren wollte, stört Jack weiter. Ich mich dann auf ihn raufgesetzt bis zum Kopf, weil ich keine Lust mehr auf diesen Hampelmann hatte, dass er Arme und Beine nicht mehr bewegen konnte, da er sich ja nich benehmen konnte. Fängt er an zu weinen wieder. Auch wenn sich das brutal anhört, hatte ich natürlich drauf geachtet ihm nicht weh zu tun, aber okay ich wieder runter von ihm. Dann fing Emily an zu weinen, weil sie sich auch schon über Jack aufregt hatte, ich dann am Ende kein bock mehr gehabt zu versuchen das Spiel mit Emily zu spielen. Zaaack, Buuum! Eine fette DVD Box ins Gesicht geschleudert bekommen. Da war dann für Jack entgültig vorbei!
Ich war am Ende wirklich froh, als der Gastvater Zuhause war, ich das Problem sozusagen abgeben konnte und von Caro fürs Kino abgeholt wurde. Also das war der erste richtige schlimme Abend, wo ich dann auch verzweifelt war und michJack wirklich auf´s Ende der Palme gebracht hat.
Sonst soweit kann ich doch gut sagen, dass ich die drei ganz gut im Griff habe und meist erst Abends bei den Eltern dann das Chaos beginnt. Wenn Jack dann mal ins Bett soll, hab ich manchmal das Gefühl, dass er meine Zimmerdecke durchtrampelt. Wobei das auch kein wirklich unerwartetes Verhalten ist. Vor allem den Vater sehen die Kids nicht all zu viel, sodass die dann natürlich auch möglichst lange wach bleiben wollen.
Ich könnte noch stundenlang weiter unnötig stressige Situationen aufzählen, die mir doch immer wieder klar machen: Es hat noch sehr viel Zeit mit eigenen Kindern!

So sonstige Probleme? Ich kann mich nicht entscheiden welches Halloween Kostüm es sein soll. Die drei Mädels hier, mit denen ich Hauptsächlich etwas mache, wollen sich als Pink Lady von Grease verkleiden. Keine schlechte Idee, aber mir vielleicht etwas zu unspektakulär. Also ich weiß nicht, ob ich mir doof vorkomme, wenn die anderen drei Pink Ladies sind und ich irgendwas anderes und dann muss es auch noch ein Kostüm sein, welches nicht zu unkomfortable ist für unseren Ausflug nach Manhatten. Naja und als Pink Lady kann man sich gerne mal ein paar Stunden in Manhatten aufhalten, als Mona Lisa oder Bunny eher weniger. Also dürft mir gerne Kommentare schreiben, für welches Kostüm ihr euch entscheiden würdet.



Sonst soweit steht für meine Wochenendprogramm wieder einmal Manhatten auf dem Plan und das vielleicht sogar gleich zwei Mal. Am Freitag fahre ich mit den Mädels hier vielleicht in New Yorker Clubs zum feiern und am Sonntag wohlmöglich ab zum "Museum of modern art", in dem wir Werke wie Sternennacht und Das Mädchen im Spiegel betrachten und und und... anschließend fahren wir auch noch in den Zoo im Central Park. Kennen die meisten wahrscheinlich aus dem Film von Madagascar. Ob das letztendlich alles so klappt, werdet ihr nach dem Wochenende sehen.
Bis dahin wahrscheinlich erstmal ganz liebe Grüße und vermisse euch!
Tina

Baby bunnies und Toilettenflut!

Vor circa zwei Monaten:
Die beiden Hasen versuchten sich immer zu besteigen, obwohl wir zwei Mädchen haben sollten und meine Gasteltern schon gescherzt hatten, dass wir irgendwann den Käfig aufmachen und uns Babies entgegen strahlen werden.


Heute 8:23: "Why is there so much hair Tina? - Oh, I think today is the happy day, because it´s moving!" Ja, ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich konnte circa 5-6 kleine nackige Babies zählen, die meinen Gasteltern eher vor ein kleines Problem stellen. Aber ich find sie süß! Mal sehen, was die Gasteltern dazu sagen werden.

Ach und heute kam noch dazu, dass Jack die Toilettenspülung kaputt bekommen hat. Das ganze Badezimmer war nass und der Nachschub an Wasser wollte gar nicht mehr stoppen bis ich einfach gespült habe. Naja das hat aber auch nur einige Sekunden geholfen. Es lief und lief. Ich bin dann runter in den Keller gegangen und wollte die Wäsche der Kinder waschen, da strahlt mir ein kleiner See entgegen. Ja super! 1A! Das Wasser lief auch aus den Rohren der Toilette in den Keller. Was macht man da am besten? Eimer drunter gestellt, hosteltern angerufen, wobei die jedoch zu Anfang nicht zu erreichen waren. War ja klar! Ich habe dann den Spülkasten auseinander genommen und einmal an irgendetwas gezogen und zack war alles wieder gut. Was auch immer ich gemacht habe. Das alles schön trocken blieb hielt aber auch nur bis zum nächsten Toilettenbesuch an. Zum Glück war da dann aber schon die Hostmum Zuhause, sodass das nicht mehr mein Problem war.
Liebe Grüße aus dem Toilettenkatastrophenland hier!

P.S. In den nächsten 5 Tagen sollte jemand eine Überraschung erhalten.

Tina

Niagara Falls

4:30 mein Handy klingelt. „Hey bist du schon wach? Heute geht’s endlich zu den Niagara Fällen!“ So wurde ich am Freitag von Lena geweckt und auf gings mit dem Auto wieder mal zur Bahnstation Ronkonkoma in Richtung Manhatten. Nach einer Stunde und 20 Minuten Zugfahrt habe ich mich dann endlich mit Lena an der Penn Station in Manhatten getroffen und sind dann weiter nach China Town, da unser Bus, den wir im Internet gebucht hatten, von dort aus starten sollte. Von der Reiseleitung wurde uns noch extra gesagt: „Bitte 7:45 da sein, da wir um 8 Uhr losfahren möchten.“ Ja wie sah das ganze am Ende aus? Die deutschen waren pünktlich, nur der Rest der Welt nicht. Wir sind überwiegend mit Indern on Tour gewesen und die haben das mit der Pünktlichkeit kein bisschen genau genommen. Grundsätzlich 15 Minuten zu spät und keine Sorge weit und breit zu spüren, dass der Bus ohne die Inder losfahren könnte. NAJAAaa...abgesehen von meiner Reisegruppe, den versteckten Kosten und das man sich nach den Touren richten musste, war es eigentlich im Großen und Ganzen eine wirklich gute Tour. Also zu dem Punkt warum mir meine Reisegruppe bzw. die Inder unsympathisch waren:

  1. Immer wie die kleinen Kinder möglichst als erstes raus aus dem Bus, keine Rücksicht auf Verluste, sodass Lena und ich dann meist die Letzten waren, die den Bus verlassen hatten und man muss erwähnen, dass wir nicht nur die Letzten immer waren, wir waren auch immer die ersten am Bus, da alle anderen ja erstmal 15 Minuten später gekommen sind.
  2. Drängeln konnten die auch ganz gut: anstatt mich mal zu fragen, ob ich beseite gehe, damit die Dame ein Foto machen könne, wurde ich einfach beiseite geschoben.
  3. Und zu guter Letzt war ich total verwundert, als die Inder dann mit den Latschen von einer Besichtungstour ankamen und auch nicht mehr ausziehen wollten, also dachten die sich scheinbar: Lassen wir mal die Schuhe mitgehen.
Zu den versteckten Kosten: Die Tour, die wir für 112$ gebucht hatten, sollte eine Hotelnacht in einem Holiday Inn oder einem gleichwertigen Hotel beinhalten und hinzu kam dann noch die Bustour von New York zu den Niagara Fällen und zurück. So dann wurde ein Programm angeboten, wobei Lena und ich aber dachten da "Optional" in Klammern hinter diesen Touren stand, dass wir nicht alle machen müssen. Ja als wir dann aber im Bus saßen, mussten wir das ganze Packet bezahlen von circa 53$. Da bin ich dann auch erstmal aus den Latschen gekippt. Wäre aber auch zu schön um wahr zu sein, wenn da nicht noch weitere versteckte Kosten gewesen wäre. Ich hab mich da erstmal gefragt, warum die das nicht gleich zu den 112$ berechnen, dass man das schon mit überweisen kann, anstatt da nochmal im Bus was bezahlen zu müssen. Naja schön strategisch wie immer den Touristen das Geld aus der Tasche ziehen.
Achja und 12$ pro Person kamen noch für den Busfahrer dazu, sodass ich am Ende (ich hatte mir sicherheitshalber 100$ extra mitgenommen, man weiß ja nie) nur noch acht Dollar übrig hatte vom ganzen Trip. Aber man muss ja auch Geld ausgeben, um was von Amerika sehen zu können, right?

Zu den Ausflügen und dem Aufenthalt an den Niagara Fällen: Lena und ich hatten uns gedacht, wir ziehen uns lieber ne Jogginghose an für die acht stündige Busfahrt, hatten aber keine Möglichkeit uns umzuziehen, da wir erst abends um halb 12 zum Hotel gefahren sind und nun sind wir auf allen Bildern in Jogginghose. Dank der Müllsäcke, die man bei den Wasserfalltouren bekommen hat, sieht man das zum Glück aber gar nicht so. Unser erste Ausflug ging auf ein Boot (Maid of Mist auch genannt), das uns zu den Wasserfällen gebracht hat(insgesamt gibt es drei Stück). Also das ist glaube ich, die größte Dusche der Welt und viel mit fotografieren ist da auch nicht, wenn man mitten drin ist in den Wasserfallwolken. Also sich dafür eine Einwegkamera zu besorgen lohnt sich.
Nach dem Maid of Mist Trip sind wir dann bisschen im Souvenirshop rumgelaufen und danach gings dann zu dem "Niagara Movie". Darauf hatten wir eigentlich weniger Lust, aber da wir den Spaß ja bezahlt hatten, sind wir dann auch darein gegangen. Letztendlich war er nicht so schlecht, hat auch viel Quatsch erzählt, aber hatte doch einen schlechteren Film erwartet.
Dann sollte es noch Dinner beim Interationalen Restaurant geben. Das sollte natürlich heißen: Burger, Chinesisch oder Indisch. Also genau das richtige Programm für unsere Mitfahrer. Lena und ich haben uns letztendlich aber in einem anderen Laden ein einigermaßen gutes Sandwich geholt. Zu allerletzt an diesem Tag ging es dann zur "Ich-Klau-Mal-Die-Latschen-Tour". Wieder bekamen wir gelbe Regencapes und diesmal dann aber auch extra Latschen, da die Schuhe sonst wirklich gut nass geworden wären. Also einmal wasserfalltauglich angezogen und dann ging es zu "Cave of the Wind". So hieß die Tour, die einen über einen Pfad dicht an die American Falls bringt. Also ich konnte mir gar nicht vorstellen wie man diesen Holzpfad gebaut haben soll, da direkt unter uns das Wasser lang lief und wie man da während der Arbeiten für diesen Pfad halt gefunden haben soll, bin ich mir auch nicht sicher. Das besondere war an dieser Tour, dass wir die Wasserfälle in bunter Beleuchtung betrachten konnten, das die Uhr schon mittlerweile neun Uhr anzeigte. Als Lena und ich dort an den Wasserfällen standen, wurde uns wieder bewusst, dass unsere Entscheidung für das Auslandsjahr richtig war. Auch wenn wir viele Fotos machen konnten, war es auch diesmal wieder nur halb so schön auf den Fotos. Man kann sich das gar nicht wirklich vorstellen, wie hoch diese Wasserfälle sind und vor allem wie beeindruckend. Das können Bilder gar nicht wirklich vermitteln, aber besser Bilder als nichts.
Nach dieser letzten beeindruckenden Tour bei den Niagara Fällen, sind wir dann mit dem Bus nochmal eine Stunden Richtung Rochester gefahren, eine nächst größere Stadt in den USA und um halb 12 konnte ich dann im Plaza Hotel mich entspannt in mein großes, komfortables Bett legen. Also das wird wohl einer meiner besten Hotels in Amerika gewesen sein, da ich vorraussichtlich meist eher in Hostels übernachten werde. Naja zurück zur Tour. Uns stand dann nur sechs Stunden Schlaf bevor, da wir um 6:45 angeblich wieder unten abfahrtbereit stehen sollten. Letztendlich war aber nichts von Abfahrt, da unser Bus ein "accident" angeblich hatte.
Somit rückte unser Ziel New York noch weiter in die Ferne. Eine Tour zu den 1000 Islands stand noch auf dem Plan und dann die acht stündige Rückfahrt. Für mich hieß, um so länger wir warten mussten, desto weniger Schlaf blieb mir für meine Nacht von Sonntag auf Montag. Am Ende hatte aber alles doch noch ein gutes Ende und wir sind um neun Uhr, also doch nur zwei Stunden später als geplant, los gefahren und haben noch einen Halt gemacht für die Bootstour, wobei die mir eher unnötig erschien. War eigentlich nur gemütliches rumschippern mit Häusern auf kleinen Inseln betrachten, aber ganz okay. Nach der langen Rückfahrt nach Manhatten, angekommen sind wir um 9:15 in China Town, mussten Lena und ich dann noch mit dem Zug zurück nach Long Island. Ich war am Ende erst um 12 im Bett. Also ich hatte zwei sehr lange Tage und zwei kurze Nächte, mit viel Bus, viel Indien und den Niagara Fälle.
Liebe Grüße aus Sayville nach Deutschland!
Tina

(wird nochmal überarbeitet!!!)