Weihnachten rückt näher, das neue Jahr rückt näher und mit all dem auch die Ferien, Urlaub der Eltern und eigentlich nur mehr Stress für mich. Meine Arbeitszeiten werden sich ab und zu mal ändern, ich werde später anfangen müssen, sodass Nachmittags nicht viel Zeit für mich bleibt. Die Eltern sind beide Zuhause und die Verwandten, die alle kommen werden brauche ich gar nicht erst zu erwähnen. Die Kinder werden dann immer Mama oder Papa wollen oder Oma oder sonst wen, aber sicherlich nicht mich. Mich haben die ja sonst auch immer schon. Genau so fing das heute nämlich schon an. In Jacks Preschool war eine kleine Weihnachtsfeier, beide Eltern waren da, Emily musste nicht zur Schule gehen und die ganz Kleine wollte grundsätzlich nur von Mama oder Papa auf den Arm genommen werden. Oder wenn Jack schlägt oder mich haut grundsätzlich funken die Eltern dazwischen und mit den Kindern machen was ich möchte kann ich auch nicht recht. Mal an den Spielplatz fahren oder so, immer muss man die Eltern nach deren Tagesplan fragen und und und. Mal sehen wie es wird, wenn am Donnerstag die Oma zu Besuch kommt. Eigentlich bin ich die nächsten zwei Wochen völlig unnütz und dazu kommt noch, dass Weihnachten am Wochenende ist. Das heißt für mich, ich werde nur am Sonntag ein wenig Abwechslung von dem Kinderalltag haben, da Samstag ja auch noch groß Bescherrung ist, dann kommt nochmal eine Kinderwoche und erst dann gibts wieder ein normales freies Wochenende. Also ich muss schon sagen meine Familie ist super hier und ich verbringe auch gerne Zeit mit ihnen, aber mal was anderes machen, aus dem Haus kommen kann doch sehr angenehm sein.
Naja und ebenfalls etwas unerträglicher bzw. hauptsächlich eigentlich ist, das Caro nach Südafrika für zwei Wochen zu ihrem Freund geflogen ist und ich nicht unbedingt wirklich jemanden habe, mit dem ich einfach mal spontan was machen kann. Caro wohnt nur 5 Minuten entfernt, es hat sich immer bestens angeboten in der Woche nach der Arbeit mit ihr etwas zu machen. Zwar wären da noch Melanie und Mareike, aber es ist doch etwas Anderes und die Beiden setzen auch grundsätzlich nur ihren eigenen Kopf durch. Wenn sie was machen wollen, dann wird das auch gemacht. Dann sind da noch diesen ständigen Zickereien mit den Beiden, dass ich auch gar nicht so scharf darauf bin mit den Zweien etwas zu unternehmen. Ich hoffe die beiden endlosen Wochen vergehen einfach wie im Fluge. Also ich habe mich wirklich nie so wenig wie dieses Jahr auf Weihnachten gefreut, dafür umso mehr auf Silvester. Denn ich werde mit Lena und Felipe (Freund von Caros Schule in Deutschland) wohl erstmal nach Queens zu Felipe in die Wohnung und dann zur goldenen Stunde in den Central Park fahren oder zur Brooklyn Bridge, je nach dem wo man das Feuerwerk über der Manhatten Skyline besser sehen kann.
Normalerweise ist ja das Feiern des Jahreswechseln auf dem Time Square weltberühmt, jedoch auch so voll da, dass es einfach nur langes und kaltes Warten zwischen unendlichen vielen Menschen ist und man bestaunt dann einfach nur den Drop des Balles. Da schau ich mir doch lieber das Feuerwerk hier an. Vor allem, das hat mich gestern ja total entsetzt: hier in Amerika sind Feuerwerke und Böller wie ich es aus Deutschland kenne verboten! Nur professionell in der Stadt wie New York kann man sowas bestaunen. Das hat mich ja schon ein wenig enttäuscht. Das wäre so als würde man Weihnachten ohne Weihnachtsman oder Weihnachtsbaum feiern. Also wenn ich hier auf Long Island feiern würde und um Mitternacht dann den Kopf rausstecke, werde ich wohl vergeblich nach meinen viele Feuerwerken suchen. Aber ich feier ja in der Stadt glücklicherweise.
Sonstiges:
- Ich lag letzte Woche mit Fieber und Kopfschmerzen flach. Es hatte sich schon bei dem Plätzchen backen einmal gezeigt, ich hatte Gliederschmerzen, war müde, Kopfschmerzen und und und, war darauf dann auch früher ins Bett. Montag war alles gut und Dienstag war ich dann ganz krank, sodass ich zwar noch gearbeitet hatte, aber mir dann Mittwoch einen Erholungstag gönnen musste. Nun ist aber wieder alles super.
- Samstag war ich mit Lena in der Stadt Schlittschuhlaufen vor dem Rockefeller Center. Wir hatten drei Anläufe gebraucht und nun endlich waren wir da und konnten nach einer Stunde anstehen, dann die Schlittschuhe unter die Füße binden.
- Samstag habe ich mir dann noch die Bodies Exibition angeschaut oder auch auf deutsch: Körperwelten. Eine Ausstellung, die es auch in Deutschland gibt, in der Körper von Leichen ausgestellt werden. Hört sich schlimm an, sah jedoch letztendlich nicht anders als Plastik aus. Es war schon sehr interessant. Leider durfte ich keine Bilder machen. Unter anderem konnte ich mir das Blutsystem unseres Körpers anschauen jedoch ohne den Rest des Körpers. Ich hoffe das kann man sich so einigermaßen vorstellen. Dann wurden Embryonen in ihren einzelen Phasen ausgestellt. Unglaublich wie fortgeschritten das Kind bereits in der 6 Woche sein kann.
Tina

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