Carlos and me in Manhatten


Ja mein erster Besuch und es war super! Donnerstag, Freitag und Samstag mit Carlos Manhatten unsicher gemacht! Montag dann noch ein letztes Mal und dann muss ich mich wieder für eine lange Zeit verabschieden, aber es war großartig! Eintrag wird morgen nochmal überarbeitet, sitze nämlich gerade bei Starbucks nähe Time Square und muss mich gleich auf den Heimweg machen, damit ich vielleicht heute abend Chris Brown in einem Club sehen kann. Also eine gute Nacht, bis morgen!

Nächster Tag:
Und ja ich habe es noch rechtzeitig geschafft, sodass ich abends wirklich noch Chris Brown sehen konnte. Also ich hab dann gestern schnell den Laptop eingepackt und ab mit meiner fetten Tasche runter zu Penn Station gelatscht. Also so ungefähr eine Viertel Stunde. Hatte mir noch einen Apfel gekauft, weil ich den ganzen Tag nichtwirlich viel gegessen hatte, aber durch den ganzen Stress immer unterwegs zu sein, gucken von wo nach wo und wann in dem chaotischen New York vor allen Dingen, habe ich letztendlich den Apfel nicht gegessen. Also am Wochenende bin ich immer viel zu sehr beschäftigt fürs Essen und in der Woche futter ich zu viel. Also ich stell immer wieder fest, ich habe hier viel vor, aber doch nicht wirklich genügend Zeit. Nächstes Wochenende steht ja auch schon wieder Washington für das ganze Wochenende an. Naja zurück zu gestern. Ich dann im Zug geschlafen, damit ich noch einigermaßen fit sein konnte für den Club, in den ich später noch mit Mareike, Caro und Melanie gehen wollte. Also somit verging die eine Stunde und 20 Minuten wie im Fluge. Als ich in Sayville dann angekommen war, war ich vielleicht fünf Minuten da, meine Sachen kurz abgeliefert, Neue eingepackt und weiter mit Melanie und Mareike zu Caro. Die haben wir dann auch noch eingesammelt und dann gings ab zum Club Glo. An dem Abend gestern sollte Chris Brown live in person da sein. Wollte ich erst nicht so rechtglauben, da der Eintritt umsonst war, wohingegen die Getränke, den Eintritt wieder ausgeglichen haben. Naja wir waren schon um 10 da und ich bin mir nicht recht sicher, aber gegen 2 Uhr, nach sehr langen und ungeduldigen Warten, war Chris Brown nicht mal 5 Meter von uns entfernt auf der Bühne. Ich stand mit Mareike ganz vorne, aber letztendlich war Chris Brown circa 5 Minuten nur auf der Bühne und noch einige Zeit im VIP Bereich. Also für das lange Warten, hatte es sich nicht unbedingt gelohnt, aber es war ja auch umsonst.

Mir fällt gerade auf, dass ich Donnerstag und Freitag vergessen habe. Dabei sind die viel interessanter meiner Meinung nach. Denn mein guter amigo Carlos war in der Stadt. Der Erste, der seine Worte in die Tat umgesetzt hat und mich besuchen gekommen ist. Wobei ich es bei dem Weltenbummler auch nicht wirklich bezweifelt hatte. Also Carlos ist schon am Dienstag hier angekommen, aber durch die Zeitveschiebung hatte er erstmal geschlafen, am Mittwoch die Stadt das erste Mal erkundet und am Donnerstag bin ich dann nach der Arbeit in die Stadt gefahren und hab ihn getroffen. Leider hatte es ganz schön geregnet. War bisher vom Wetter mein schlechtester Tag in NYC. Naja daher sind wir dann in die Wohnung gefahren in der er für die Woche gewohnt hatte bzw. noch wohnt. Denn seine Oma hatte eine langjährige Freundin, Heidrun Rotterdam, aus ihrer Kindheit bei der sie die Woche verbracht hatten. Zu der Freundin von Carlos Oma: erfolgreiche Pathologin aus Hohenwestedt, hat Paul Rotterdamm geheiratet, der an der Havard Universität unterrichten sollte und somit das Paar in die Staaten führte. Heute ist sie nicht mehr mit ihm verheiratet, arbeitet aber noch an der Columbus University in New York. Also Geldprobleme kennt diese Frau in keinster Weise. Carlos hatte mir dann die Wohnung am Donnerstag gezeigt, die wohl eine Million Dollar wert sein sollte, jedoch nicht den Eindruck machte. Eine sehr schöne, jedoch nicht unbedingt außergewöhnlich bzw. das einzig außergewöhnliche war ihr Standort. Nämlich Manhatten. Achja und was ich auch noch bemerkenswert fand, Heidrun besitzt ein originales Matissebild und für alle, denen der Name Matisse nichts sagt: Er ist einer der bedeutensten Maler der Moderne neben Vincent van Gogh und Picasso. Also man sollte schon damit rechnen, dass das Bild im tausender Bereich liegt. Also was ich soweit von der Frau gehört und gesehen hatte bis dahin, war doch sehr beeindruckend. Jedoch hatte ich sie am Donnerstag nicht mehr kennenlernen können. Ich wollte eigentlich um 10:15 den Zug zurück nehmen, da ich ja nächsten Tag noch einmal um sechs aufstehen sollte, schließlich stand für ja noch einmal arbeiten auf dem Plan und auch noch etwas über eine Stunde Zugfahrt vor mir hatte, aber wie das eben so ist, bin ich doch noch etwas länger geblieben. Schließlich bin ich ja nicht so oft mit Carlos in Manhatten. Naja ich wollte dann den Zug um 12:15 nehmen und Carlos und ich sind dann circa eine Stunde früher los, weil wir noch ganz Downtown fahren mussten. Als wir dann in der Subway(U-Bahn in Manhatten) standen und ich aus lauter ungeduld auf die Uhr geschaut habe, musste ich feststellen, dass es schon viel zu Spät war und die Uhr in der Wohnung falsch ging, sodass ich dann letztendlich erst um 1:16 den Zug genommen hatte. Ja ich war erst um 3 Uhr im Bett und hatte somit auch nur drei Stunden Schlaf. Dennoch war ich morgens nicht all zu müde. Erst gegen 12 Uhr hat sich der fehlende Schlaf bemerkbar gemacht und wurde immer schlimmer. Denn um vier Uhr Nachmittags hatte ich mich schon wieder in Zug zurück gesetzt nach Manhatten. Carlos hatte ich die Nachricht geschrieben, er solle gegen vier Uhr mich mal anrufen, damit ich ihm genau sagen konnte, welchen Zug ich denn nehmen würde und wann er mich abholen konnte (nebenbei: er hatte die Nachricht gelesen). So ich saß dann im Zug und musste vergeblich auf den Anruf warten. Die einzige Nummer, die ich von ihm anrufen konnte, war die Nummer der Wohnung. Deutsche Nummern kann ich leider nicht von meinem amerikanischen Handy aus anrufen. Naja ich hatte Carlos letztendlich aber über sein Handy nicht erreicht und war aber schon in Manhatten mit meiner dicken Tasche angekommen. Gut, da ich meinen Laptop mit hatte und nicht viele Alternativen zur Verfügung standen irgendwo hinzugehen, gings dann ab zu Starbucks. Starbucks gibt es hier an jeder Ecke, vor allem in Manhatten und dort kann man gratis ins Internet, natürlich wenn man was kauft. Gut ich dann mein Facebook vom Time Sqaure aus gecheckt und was lese ich da?

"Schreib mir mal bitte wann du in Manhattan bist. Wir wollen heute Abend ins Kino und danach lass uns feiern gehen. Ich bin gerade beim Empire (: Schreib mir einfach wann und wo. Ich check ab und zu mein Facebook. Bye."
Leider hatte ich diese Nachricht nicht mehr gelesen und saß da nun in Manhatten sauer, dass Carlos nicht angerufen hatte und vor allem konnte ich lange darauf warten, dass Carlos sein Internet mal checkt, wenn er im Kino sitzt und zwei Stunden einen Film schaut.
Ich hatte ihm dann eine Nachricht hinterlassen bei Facebook und musste zum Glück nur eine halbe Stunde auf seinen Anruf warten. Wir hatten uns aber erst gestritten, da ich sauer war, weil er sich nicht gemeldet hatte und er war ein bisschen gestresst, da seine Oma auf der Straße gestürzt ist und sich doch zunächst etwas erschreckend verletzt hatte. Wir hatten dann aber erstmal aufgelegt, weil ich so sauer war und eigentlich keine Lust mehr hatte zu ihm zu fahren. Hinzukam dann ja auch noch meine mega fetten Kopfschmerzen und Müdigkeit, andererseits ergibt sich ja nicht all zu oft die Chance mit Carlos Manhatten unsicher zu machen, also hab ich mich beruhigt und er hatte mich nochmal angerufen und mir gesagt, wo das Kino war. Ich dann wieder vom Time Square Downtown gefahren zum Kino und auch auf anhieb gefunden. Wütend dann auf Carlos trotzdem mit ihm ins Kino gegangen. Der Film hatte schon angefangen und handelte von Hildegard von Bingen, einer Nonne. Also wie der Film lass ich jetzt einfach mal weg, nur das ich ihn letztendlich doch besser empfand als ich zunächst erwartet hatte. Nach dem Film konnte man der Regisseurin noch Fragen stellen, also ich kam mir vor wie zurückversetzt in meinen Englischunterricht in Deutschland. An dem Abend hatte ich dann auch endlich Heidrun kennengerlent und sie war eine wirklich liebe und freundliche Person. Zusammen mit ihrem festen Freund und einem Künstlerfreund sind wir noch neben an beim Italiener essen gegangen und anschließen wollten Carlos und ich eigentlich noch feiern gehen, aber waren dann beide doch einfach zu müde. Also meine Reserven waren trotz Kaffee wirklich aufgebraucht. Hatte schon rote Augen und dann sind wir zurück in die Wohnung Uptown wieder gefahren und haben geschlafen.



Nächsten Morgen haben wir dann mit seiner Oma Monika und seinem Onkel Mathias gefrühstückt. Erdbeeren, Bananenjoghurt, Mischbrot mit Marmelade und Lachs. Also wirklich leckeres Frühstück. Keine Waffels, Pancakes oder Bagels wie ich es sonst von Amerika kenne.
Ahhh es war einfach super. Wir hatten bis 4-5 Uhr Zeit in Manhatten bis die drei dann von Heidrun abgeholt wurden für einen Trip zum Ferienhaus in Upper State New York. Am Vorabend hatte sie mir noch erzählt, dass das Grundstück ihres Ferienhauses um und bei acht Hektar beträgt. Also man könne sich schon mal im Garten verlaufen. Naja leider konnte ich also nur von Freitag auf Samstag dort übernachten, wobei ich das eigentlich auch nicht wirklich durfte. Denn Heidrun wusste wohl nicht von meiner Übernachtung in ihrer Wohnung, sodass nach unserem Trip zur Brooklyn Bridge, den wir an diesem Tag gemacht hatten, schnell verschwinden musste, damit Heidi nicht auf die Idee kommen könnte, ich hätte da übernachtet. Nach unserem Frühstück wie gesagt sind wir vier über die Brooklyn Bridge gelaufen, habe denen die Aussicht von der anderen Seite auf die Skyline gezeigt und dann ging es auch schon wieder zurück. Es war aber ein wirklich sehr schöner Tag und irgendwie scheint mein Heimweh doch eher zu wachsen, wenn man Leute aus Deutschland für so kurze Zeit wieder sieht. Vor allem, da Carlos und ich dachten, wir würden uns heute am Montag nochmal sehen, aber ich muss leider noch etwas länger arbeiten und Carlos scheint noch nicht zurück zu sein von dem Ferienhaus. Er fliegt morgen schon wieder zurück, sodass wir uns vielleicht das nächste mal wohl wieder auf deutschen Boden sehen werden.

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